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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
531
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Achter ftischer Erde angefüllet ist, und in das Misk-^kt ejngraben,in welchen man ihnen nachBefchaf,lkicheit der warmen Witterung und des Beetes,Mt und Wasser geben soll.

. Im Julis mus man sie nach und nach, an dieMe Lufft gewöhnen, und sie in solche setzen, um^selben noch vor dem tvincer abzuhärtnen; daAan sie denn in einen wohl verwahrten Ort setzet,^ sie bis zu Anfang des Ocrobers bleiben können,Worauf man dieselben in das Gewächshaus bringen,unter die dauerhaften Sorten der Aloen setzen,M)eben so, wie bereits von diesen gemeldet wor-den, warten kan; daher ich dann auch den Leser,«>n ferneres Unterrichts willen, dahin will verwie-sen haben.

. Wann diese Pflanzen erstarcket sind, so kan manleidige in eine warme Rabatte versetzen, wo sie,sonderlich die zwey ersten Sorten, die Kälte unsr-er ordentlichen Winrer fthr wohl vertragen wer-ben. Auch sollte ich glauben, daß die zwey andernPorten die Kälte wohl vertragen, wann sie starckeholzige Stamme bekommen.

Die Schossen so man von den alten Pflanzen ge,Nvlnmen, sollen eine Woche oder zehen Tage lang,man sie einsetzet, in einem trockenen Ort liegen,^mit sie heilen, sonst mögten sie von den Nässe'Allen.

V^artecl 5uccor/. Warzigte^ Cichorie. Habichtvblmne.

Der Lharacrer ist:

Hat eine Blume so aus vielen halben Dlüm,lein bestehet, die allezeit am Embryon siyen,!>nd von einem schuppichren ^elch umgeben sind,^er Aelch wird hernach zu emem gestrclfcen^»äuptlein, dessen einzelne Theile, oder Zellen,Atr einem mir U?olle versehenen Säumen ange,mller smo.

.Wir haben nur eine Sorte von dieser Pflanze,nämlich:

, live cickorium verrucarium. X^ttk.

AZarzige Cichorie.

Diese Pflanze wachst häuffig in der Insel Zance,Hoher sie auch ihren Namen bekommen. SieWächst auch in verschiedenen andern warmen Län-dern wild, in Engeland aber wird sie in denGär-te.li einiger Liebhaber der Botanic, um der Varie-kat willen, gehalten, indem bey der geringen Schön-heit dieser Pflanze, zur Zeit noch wenig Nutzenvon'hr bekannt ist.

. Es ist einejährliche Pflanze, w lche bald nach Zei-"Mng des Saamens verdirbt, daher man sie dennJahre säen, oder den Saamen im Herbst aus,Men lassen mus, da er dann »m Frühling aufge-hen , und gewißer einen Vorrath von Pflanzen brin-gn wird/als wann man ihn um diese Zeit aussäet:denn es pflegt der Saame, den man im FrühlingAusgesäet hat, gar offt ein ganzes Jahr ,m Bodentu bleiben, ehe die Pflanzen aufgehen, und manch,^alen schlägt er gar nicht an; da hingegen derjeni,2e so im Herbst ausfällt, oder um die nämlicheZeitNsgesäet wird, nicht leicht ausbleibt. Wann dieWanzen aufgegangen, brauchen sie keiner andern^esorgung, als daß man sie da, wo sie zu dicke ste,^N, guszieh», so, daß sie sechs oder acht Zoll von

einander seyen; hernach aber mus man selbige fleis-sig jätten. Im Iunio werden diese Pflanzen zublühen anfangen, und zu Ende des Augusts, odermit Anfang des Septembers , wird ihr Saamere,f.

Die Blumen dieser Pflanze sind klein, und wach-sen insgemein, da wo sich die Zweige theilen, ein,zeln, fast wie an der VOegwmre. Die Blumensind gelb, und sehen den Habichtskrautblumen gleich.Wann sie vorbey sind, lausst der Kelch auf und machtein gestreiftes Häuptlein, so fast wie Warzen aus-siehet, und in welchem der Saame enthalten.

Wann man den Saamen dieser Pflanze im Früh-ling säet, so wirfft man ihn in zwey Schuh weitvon einander abstehende Grüblein, und nachdem diePflanzen aufgegangen , ziehet man sie aus, daß siein den Reihen sechs Zoll weit von einander stehen:dann sie wachsen nicht wohl, wann man sie versetzet,und daher mus man sie da stehen lassen, wo sie ge-säet worden; hält man sie auch von Unkraut rein,so haben sie keiner andern Besorgung nöthig.

ZAUN. In Heistern Landern als Engeland ist,wo sie keiner Mauern zur Reisung der Früchte nö-thig haben, liegen ^ie Gärten offen, mit Wc>sser,und mit schönen Prospecren umgeben. Oder sieumfassen ihre Garten mit Gebüsche, wonnnenSpnnqbrunnen, Wege :c. befindlich sin!), welch«ein viel aumuthigers Ansehen, als eine tode Mauerhaben; in kältern Landern hingegen, und in »^n-geland, sind zur Bedeckung und Zeitigung derFrüchte Mauern nöthig, ob sie gleich der Anmuthder Gärten etwas benehmen.

Weil wir also, um unsere Gärten für den Win«den zu verwahren, und um bequeme Abtheilungen zumachen, wie auch um unsere Früchte zur Zeirigungzu bringen, der Mauern nicht entbehren können, sohält man hiezu die Mauer- oder Ziegelsteine für diewärmsten. Und wann man diese Mauern mit Pfei-lern machet, so in gleicher Weite von einander ste-hen, so ist man vieler Arbeit überhoben, indem mandie Mauern dünner machen kan, welche sonsten di-cker seyn müsten; auch sehen die Mauern schöner,wann sie gevierte Abtheilungen haben.

Steinerne Mauern verdienen denen aus Ziegel-steinen gemachten vorgezogen zu werden, sonderlichdie man aus Quadersteinen machet. Die so manaus Bruchsteinen aufführet, sind zwar sehr warmund trocken , aber auch so uneben, daß man Nichtwohl Baume daran anhessten kan, wo nicht, indieser Absicht, hier und dar Holz daran vest gema-chet wird.

Meine in grossen Garten ist es besser, daß manin den Lustgarten eine Aussicht habe, und dieser kanentweder nnt Wasser oder einem Graben umgebenwerden, damit man aus dem Garten das nachgele-gene Land übersehen könne.

In einem wohl angelegten Kuchengarten kan manMauern genug haben, um für eme Familie genüg-samen Vorrath solcher Fruckte zu ziehen, so derMauern benöthiger sind. Auch kan dieser Garten,der an der einen Seite des Hauses liegen soll, mitMauern umgeben werden, welche die Kuchen'räuterden Augen derjenigen entziehen, so im Lustgartenspazieren. Und wann er ganz eingeschlossen wird,können die Früchte viel besser erhalten werden, alsin einem offenen Garten. Zuviel Mauern abersind öffters eine Ursache, daß man so viele ärgerlicheBäume in grossen Gärten siehet, wann man sie nichtmit gehöriger Sorgfalt warttt.

Ssssss, Über-