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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
214
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Zl4 KU

beschneidet ckan sie auch genau, sd sehen sie sehr zer-rissen und schlecht aus, ihre Wurzeln aber verbrei«ten sich so starck, daß sie einen guten Boden ga»taussaugen, und den andern Pflanzen die Nahrungdadurch benommen wird: um dieser Ursache willen,werben sie hierzu gar nicht mehr gebraucht, undheut zu Tage vornehmlich nur wegen des Arzeneyge-brauches gezogen, oder auch um die Ercker in denStädten damit im Frühling zu zieren.

; siehe LcroxkuIiMS.

mursria. R.uc, oder ^biteÄe^air. Mauerraute.

Miese Pflanze findet man in verschiedenen Ge-genden von Engeland aus den Ritzen alter Mauernwachsen, da man sie dann auch zum Arzeneygebrauchsammelt; weil man selbige aber in Gärten nichtziehen kan, so, daß sie einen Nutzen brächten, sohab ich auch von ihr allhier nichts weiter zu sagen.

kvncttläNä.

Der Character ist:

Sie hat eine Lippenblume, so aus einem Dlat,lein bestehet, deren obere Lippe in zwey Theile,der Äarc abel in dreye getheilet ist, von welchender mittlere wieder gespalten, und gleich einerSchraube gedrehet. Aus dem Rrlch entspringtein Gkempfel, der im hintern Theil der Klumegleich einem traget vest sitzet, und vier Embryo-nen um sich har.die hernach eben so viel imReich eingeschlossene Saamen werden.

Wir haben nur eine Sorre von dieser Pflanze,und solche ist:

kore coerUjeo mZZrio. Lcxrk. Inä.sirer. Ruyschiana mit grosser blauer Blume.

Der gelehrte D. Voerhaave, Professor derBo,tanic zu Leyden, hat diese Pflanze, dem D. RuyschProfessor der Anatomie und Botanic zu Amster-dam, zu ehren also genennet. Einige botanischeScribenten haben selbige unter den Mop gcsetzet,andere haben sie zum Schlafkraut oder zurErdpinngemacht, wieder andere zur Vraunelle, wiewohl siemit keinem dieser Krauter recht übereinkommet;daher hat solches dem D. Doerhaave Gelegenheitgegeben, ein neues Pflanzengeschlecht, unter diesemNamen daraus zu machen.

Es ist dieses eine beständige Pflanze, so im Herbstbis an die Wurzel abstirbt, und im folgenden Früh-ling wieder aufgehet. Sie wird insqemein zweySchuh hoch, und hat lange schmale Blatter, die ei-nigermassen den Rosmarinblättern gleichen. Obenan den Stengeln wachsen die Blumen, in einerdicken Aehre, und sitzen wirtelweiö um die Stengel,sie sind schön blau, und machen, so lange sie schönbleiben, ein recht schönes Ansehen. Bey kühlenWetter dauern sie zuweilen sechs Wochen, indemsie im May anfangen, und bis in den Huliumdauern.

Man vermehret sie durch den Saamen, den manum die Mitte des Marrii in ein Beet von frischerleichter Erde, in einen offenen Ort säen mus, dasich dann fünff Wochen hernach die Pflanzen zei,gen werden, die man sorgfältig vom Unkraut reini-gen, und bey trockener Witterung dann und wannbegiessen soll, welches ihr Wachstum sehr beför-dern wird Wann die Pflanzen zwey Zoll hochsind, so mus man sie sorgfältigst in ein Beet oderRabatte von frischer, leichter ungedungter Erde

versetzen, und so lange im Schatten halten,Wurzeln bekommen, auch öffters begiessen,in diesem Beet recht eingewöhnet haben, "cahends brauchen He keiner fernern Besorgung' ^daß man sie bestandig vom Unkraut rein hau» ^um Michaelis, da man dieselben dahin setze«wo sie bleiben sollen. ^

Wann man die Pflanzen das erstemal a?s ^Saamenbeet in dasPflanzbeet setzet, sollen sieZoll weit von einander auf allen Seiten einMzet werden, und da haben sie zum Anfangnug; auch kan man mit der Frette dazwischen.^men um das Unkraut auszurotten, welches belic ^als wann man selbiges mit den Handen aus!«^auch geschwinder von statten gehet. Dann da' ^mit der Frette die Erde zwischen den Pflanze"^gräbt, so wird dadurch nicht nur allem das um ^so in die-Augen fällt ausgerissen, sondern es " g,auch alles dasjenige, so aus dem ausgefallenen^,men aufgehet, und sich bald gezeiget haben w» ^ausgerottet. Diesemnach wird man mit demten auf einmal, wann selbiges mit gehörigemund bey trockenem Wetter geschiehet, mehr au^ken, als man auf zweymal mit den Handenkan, verführe man auch gleich dabey auf da/fältigste. Über dieses so ist auch das AuflockernErde den Pflanzen sehr nützlich. .

Um Michaelis, wann man die Pflanzen das' ^mal versetzet, mus man sie sorgfältigstErdball an den Wurzeln ausheben, und inte einer Rabatte, in frische, leichte Erde, unter ^dere dauerhaffte Gewächse von gleichempflanzen, da sie dann, wann selbige blühen, e>" '^nes Ansehen machen werden, auch drey b'S ^Jahre dauern; ja ich weis, daß in einem schießsteinigen Boden ihre Wurzeln sechs bis siebenrc geblieben; doch brachten sie nicht so grosse 5^.menahren, als die jüngern nnd kräfftigern

Es ist auch gut einige dieser Pflanzen in TM,,?zu halten, die man, wann ungefähr ein kalter^rer einfallen sollte, unter einen Glastrog setzen^,weil etwann die draussen stehenden Pflanzen en^ren mögten. Werden nun diese in den TopI^' ge-hende Pflanzen, bey trockenem Wetter gehlM .^gössen, so blühen sie sehr starck, können aucvnach unter andere Pflanzen zur Auszierung dersäle:c. woselbst sie recht gut aussehen , gesetztden.

Da aber diese Pflanzen nicht viele Jahre i?a ^so ist es gut junge Pflanzen »m Vorrath na»-^hen: dann die allen Pflanzen bringen sehr vlc^nmen, der im August reif wird, da man ihn ^bey trockenem Wetter sammeln, und in einemmen, trockenen Zimmer aufheben mus, bis d«»^zum Aussäen kommet.

SA

(NAAAMG. Der Saame einer Pflanzehet aus dem Embrpon oder der jungenze und der Haut oder Schale MDer Embryon, der die ganze Pflanze im Kle>! ^sich halt, welchen man den Kein nennet, «st 'placenca oder dem Mutterkuchen gewurzeir,cher die Schale ausmachet, und eben die ^thut, so die Secundinae oder die Affrergebudas Chorion und Amnios bey den Thieren d« ^Die Placema einer Pflanze ist allezeit ge^ctund in der Mitte von beeden ist ein