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saamen ausfallen lasst, so werden die Pflanzenaufgehen, und besser wachsen, als diejenigen, so mitsleis gesäet werden. Daher ist es am besten,wannman diese Sorten erhalten will, ihren Saamen imHerbst ausfallen zu lassen, oder ihn sogleich , nach«dttn er rcif geworden, auszusäen: dann säet manM im Frühling , so misrath er gar offt. Wannv>e Pflanzen aufgegangen, soll man sie vom UnkrautZungen, und wo sie zu dicke stehen, ausziehen, undacht oder neun Zoll von einander stehen lassen; die,ses aber ist alle Wart deren sie benöthiget sind.
Das Oehl dieses Saamens wird in Deutsch,»and viel gebraucht, wo sie grosse Felder damit be,'üen. Dieses Oehl wird öffters zur Arzeney ge-kommen; das arme Volck aber bedienet sich dessel-ben zu Salaten und Brühen, und die Reichen bren«Nen es in Lampen ; in Engeland hingegen wird esM selten, weder auf diese noch jene Weise genutzet.
, KVyzoi'lZ, (von 5"-;, eine Maus,und
Xiouleesr Cluckweeä. Mausöhrlein»
Der Characrer ist:
Ts siehet dem Hünerdarm vollkommen gleich;Vlume aber ist grösser , und die Frucht hareines iOchsenhorns welches sich an^dsr^Piye offner, nnd voll kleines , runden ^zaa,'uens ist.
Die Sorten sind:
X^osorlZ ieZelum. I'ourn. Spak
Asches Mausöhrlein.
^2. ^1^050^18 ^IpiNZi, !ati5olia. I'ourn. Breit,tatteriges Mausöhrlein der Alpen,s. Xvoso^iZ orjentzIlZ per5oiiatz, kolia!/c^ni-klar. Orientalischer Durchwachs. Mauööhr,"in mit dem Lychmsblat.
^ Es giebt noch verschiedene andere Varietäten die,Pflanze, die man in guten Kräutergarten halt;^ aber von schlechter Schönheit und geringemputzen sind,so will ich sie hier nicht anfuhren. Mansie aus dem Saamen ziehen, den manimiVer,in ein offenes Beet, von frischer, leichter Erde,Mt, in weichem man sie blühen und Saamen kandr»ngen lassen ; sie müssen aber fleissig vom Unkrautnn^t, und wo sie zu dicke stehen, ausgezogenkei.'den ; verseht man sie aber , so thun sie nicht soso, daß man sie allezeit da lassen soll, wohin sieLtlaer worden.
(wird also genannt, weil sie wieMyrrhen riechet). Lncer cicel/. Myrrhenkorbel.
Der Characrer ist:iLs ist eine Doldenrragende pstanze, mir rs,'eiförmiger Blume , die aus verschiedenen un-gleichen Blumenblarlein zusammgeseyr ist / wel«e im Nreis siyen , und auf den» Blumenkelch"'-Yen. Dieser wird zu einer Frucht, die aus!wey Saamenkornern bestehet, so einem Vogel««chnabel gleichen , und an der einen »^ejre ge,greift und hsckerig^an der andern plarr sind.
Die Gorren sind:n» temine mazno, 1oneo,tnlcato. L.
Grosser Myrrhenkörbel.
ZNNUA, semine siriaro, villoso , in-
Jährlicher Myrrhenkörbel, mit)«arigcm geftreiffren Saamen, so einige den Moh,'^kummel nennen.
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z. orientalis , foüo anZUÜiori peuce»
cizni, fcmine villoso. öoerk. inäezc. OrientälischexMyrrhenkümmei, mit dem schmalen SaufengeK,blat, und haarigem Saamen, oder der wahre MohZvenkümmel.
Die Liebhaber der Botanic haben in ihren Gär-ten mehrere Sorten dieser Pflanze, da sie aber we«nig Schönheit und Numeri haben, so hab ich es fürunnörhig gehalten, sie hier zu beschreiben.
Die erste hier angeführte, ist eine beständigePflanze,die man zuweilen in der Arzeney gebraucht.Man kan sie durch den Saamen fortpflanzen, der»man im Februario in ein Beet von leichter, fetterErde, an einen schattigen Ort säet. Wann diePflanzen aufgegangen, müssen sie in ein eben so fet-tes Erdreich, an einen nassen, schattigen Ort, zweySchuh weit von einander, versetzet werden: dann siebreiten sich weit aus, und nehmen viel Platz ein,sonderlich wann man sie zwey oder drey Jahre langunversetzet steben lasst. Nachdem die PflanzenWurzeln geschlagen, brauchen sie keiner weitemBesorgung, als daß man sie vom Unkraut rein hal«te, da sie dann etliche Jahre bleiben,und viel Saa-men bringen werden, durch welchen sie so wohl, alsdurch Theilung der Wurzel, starck vermehret wer-den können.
Der Saame der zweyten Sorte wird in denKramläden gemeiniglich für den Mohrenkmnmel,(vaucus Lrericus) , verkaufft; alleine die dritt«Sorte wird insgemein für den wahren Mohr-n-kümme! gehalten , dessen Saamen man in einige»der vornehmsten Arzeneyen der Apothecken braucht.
Sie können aus dem Saamen gezogen werden,den man im Frühling in eine Rabatte von leichterErde, welche die Morgensonne hat,saet,und in die-ser werden die Pflanzen etwann sechs Wochen dar-nach aufgehen, da man sie dann in Beete von leich,ter Erde versetzen kan , aber auch so lange begiessenmus , bis sie Wurzeln bekommen. NachgehendSbrauchen sie keiner andern Besorgung, als daß mansie nur vom Unkraut rein halte. Im folgendenSommer werden die Pflanzen blühen und Saamentragen; bald darauf aber wird die zweyte Sorteverderben; die dritte hingegen bleibt zuweilen zweybis drey Jahre, und trägt jährlich Saamen.
(ist, wie einige Auctorss wollen,vonde r Achnlichkett seines Geruchs mit dem Myrr«hengeruch, so genennet worden; andere aber wol-len, der Name habe seinen Ursprung von Myrrha,einem arhenienflschen Frauenzimmer, in das dißPallas verliebt war, welches selbige nach ihremTod in diesen Baum verwandelt). I'ke X4>rrle.Der Myrtenbaum.
Der Characrer ist:
Die Vlume bestehet aus verschiedenen Dlat«lein, die im Rrets herum siyen / und sich gleicheiner Rose ausbreiten. Dben auf dem Stengelstehet der Eyerstock / der einen kurzen sternfl r/migcn Reich hat, welcher oben in fünf Theilezertheilet ist, und sich ausbreitet. Dieser wirdzu einer länglichren, mir einem Nabel versehe-nen Fruchr, die in drey Zellen gecheilec »st, wellche voll merenförmigen Saamen sind.
Die Sorren sind:
1. Klerus communis Iralicz. L. L. ?. Gemei-ner Myrtenbaum,'mit ziemlich grossen Blattern.
2. lzti/olia komanz. L. ö. Gemei-ner , breitblätteriger Myrtenbaum.
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