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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
62
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«erblume, beflehet aus einem Vlarleln , und tflu?ie emArug geformec,oben aber in sechs Thei-le zerschnitten , die zurück gebogen sind. DertzLyerstock wird zu einer dreyeckigen Frucht, die4n drey Zellen abgetheilet, welche voll rundenSaamens sind.

Die Sorten sind:

!« arvenle , juncifolium, minus,coeru>

ieum. lourn. Gemeiner,kleiner, blauer wohlrie-chender Traubenhyacinth.

2. klusc^«.! srvcnle, juncifolium , exzlbiäun,ininuz. l'ourn. Kleiner, weiölichter, wohlriechen-der Traubenhyacinth.

^luzcx».! obloletiore ilore, ex purpura vi-«eure. Lluf. Wohlriechender Traubenhyacinth,mit verschlossener purpurgrünlichter Farbe.

4. Ktusc^?.! cosruleum 1'ciurn. Grosser,blauer, wohlriechender Traubenhyacinth.

5. 5vlu5cxiu zrvenfe, latifolium, p^puralcen«.Vourn. Breitblätteriger', wohlriechender Trau,benhyacinth, mit purpurfarber Blume.

6. Kluscäkl p!»nnicu!z comosa, purxurez, via.

lacez. »oerk. Inä. Insgemein der Federhyacinth.

ES giebt verschiedene andere Varietäten dieserPflanze, welche in den holländischen und flandri-schen Blumengarten gehalten werden; die hier an,geführten aber, hab ich in den englischen Gärtengesehen.

Die erste Sorte ist in den meisten alten Gärtensehr gemein, wo sie durch ihre häuffige Vermeh-rung so beschwerlich geworden, daß man ihrer sehrwenig achtet: dann wann diese Wurzeln in einemGarten einmal eingenistelt haben, so sind sie nachge,hends nicht wohl wieder auszurotten, indem auchihre kleine Setzlinge aufgehen, wären sie auch gleicheinen Schuh tief unter die Erde vergraben. Sieblühet im April und May, und bringt im Iunioreiffen Saamen,wann man sie stehen lässet.

Die zweyte Sorte ist nicht so gemein als die erste,und wird von denjenigen, die die Blumen lieben,ge-halten, ob sie schon eine Pflanze von schlechterSchönheit ist. Sie wird durch die Setzlinge j^ort,aepflanzet, wie der gemeine Hyacinth, und wächst,n jedem Boden und Ort; am besten aber in einemwarmen und trockenen.

Die dritte Sorte ist, dem Ansehen nach,eine seh»gerinschätzige Pflanze, wird aber fürnehmlich umihres unvergleichlichen Geruchs willen gehalten. Si»lasst sich eben wie die vorige vermehren, und blühetfast um gleiche Zeit.

Die vierte, fünffte und sechste Sorte werden auchpm der Varietät willen in Kunstgärten gehalten;alleine keine von beeden hat besondere wohlriechendeVlumen. Man vermehret sie auch durch die Setz-linge, wie die vorige; sie blähen aber spater.

Die rechte Zeit die Wurzeln dieser BlumenauS-juheben,ist im^ums, wann ihre Blätter verwel,cket sind. Um diese Zeit soll man sie vierzehen Ta-ge lang, an einem trockenen Ort, aufMatten legen,bis die Zwiebeln trocken sind, da man dann eine je-de Sorte besonders bis zu Anfang des Ocrobersverwahren kan, als um welche Zeit die meisten die,ser Vollenwurzligen Blumen eingesetzet werden; undda kan man die verschiedenen Sorten dieser Pflanzeunter andere Blumen von gleichem Wachstum mi-schen, unter welchen sie dann zur Blüthezeit, eineunmuthige Varietät machen. Es sollen diese Wur-zely niemaley über zwey Jahre unverletzt bleiben:

UV

dann sie vermehren sich so starck, daß die Mengeder Setzlinge die blühenden Wurzeln gar sehrschwä,chen, und verursachen würden, daß sie nur kleineBlumen bringen; die erste Sorte aber, welche sichso starck vermehret, würde die Rabatten mit so vie,len Setzlingen anfüllen, daß man sie nicht Wiederher-ausbringen könnte.

Siehe l^clmis.

Mosicht, oder voll Mo».

^LLO5I7^8. Mosichtes Wesen.

KM5LU5. Wolf. Mos.

Ob man gleich vor diesem geglaubet, die Moseseyen nur ein Auswachs der Erde,der Bäume ?c. sosind sie doch nichts destoweniger eben so vollkomme-ne Pflanzen, als grössere Gewächse, die ihre Wur?zeln, Zweige, Blumen und Saamen haben; kön-nen aber aus dem letzern auf keine Weise gezogenwerden.

Die Botanisten unterscheiden sie in verschiedene

Geschlechter, deren jedes wieder verschiedene Sor/ten begreifst. Weil es aber weder schöne noch nutz-liche Pflanzen sind, so würde es nichts nutzen, wannich sie herzehlen wollte.

Diese Pflanzen wachsen vornehmlich in kaltenLändern uns im Winter, sind auch öffters den Frucht-bäumen , die in einem kalten unfruchtbaren Bodenwachsen, oder so dichte beysammen stehen, daß disLufft keinen freyen Zugang hat, sehr schädlich. DaSeinige Mittel in dergleichen Fällen ist, daß man ei-nen Theil der Bäume umhaue, und den Boden zwi-sehen denjenigen, so man stehen gelassen, umgrabe,hernach mus im Frühjahr, in nassem Wetter, d.erMos, mit einem eisernen, etwas holenZnstrument,damit es die Aeste der Baume besser umfasse, abge-kratzet, und von dem Platz hinweggeschaffet werden.Wann man nun die Baume zwey bis dreymal sareiniget, und Zugleich den Boden fleissig umgräbt,so kan man sie vollkommen davon befreyen. Wirt»aber nicht ein Theil der Bäume umgehauen,uno devBoden wokl umgraben, so hilfst das Abkratzen desMoses wenig: dann hebt man die prsache nicht, ssbleibt auch ihre Wirekung nicht aus, und der Mostwird in kurzem, eben wieder so viel Verdruö, alsimmer vorher, machen.

<?o!ä o/kleslure. LeyNdottSt.

Der Lharacrer ist:

iLr hat eine vierbiärrerige Blume, die wie ei<?Rreui; geformer, aus deren Reich ein Gcempfelenrsprmgr, der hernttch zu emer kreuselsörmlgel,Frucht wird , die eme Zclle dar / in welcher eu?länglichter Saamenkern stecket; oben aber sindnoch zwey leere Zellen.

Die Sorten sind:

1. K5v.4cv.uiu moncitxermumzlsriiolium. Q. ö.Breitblatteriger Leyndotter, mit einem einzigenSaamenkorn.

2. X4?A,e«,uiÄ monolpermum, minus. <5. L.Kleinerer Leyndotter, mit einem einzigen Saamen-korn.

z. ki?äLkUN caxitulis rownäis. ^ L. Lepndot-ter mit runden Hülsen.

Es sind dieses lauter jährliche Pflanzen, welchenach Zeitigung ihres Saamens, bald verderben.Sie wachsen in den Kornfeldern, in verschiedenenTheuen von Kuropa wild , vnd wann mcn ihren

Saamen