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2 (1907)
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1086
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1086

Urina.

Fig. 187. Gährungs-saccharometer nachEinhorn.

Fig. 188.

Gährapparat von Will undFresenius.

Daumen und mischt die beiden Flüssigkeiten durch sanftes Hin- und Herwenden desApparates. Bringt man den Apparat in die Ruhelage, so muss die Kohlensäure absorbirtsein und die Flüssigkeit den geschlossenen Schenkel vollständig erfüllen.

b) Im Apparate von Will und Fresenius . Man stellt sichden hier skizzirten Apparat (Fig. 188) zusammen: In den Kolben Abringt man das wie vorher vorbereitete Gemisch von Harn und Hefe,Kolben B beschickt man mit klarem Kalk- oder Barytwasser. Derbeschickte Apparat wird an einemwarmen Ort (2030°0.) gestellt. Beieintretender Gährung entweichen dieKohlensäureblasen nach B, das dortbefindliche Kalk- oder Barytwasserwird durch Bildung von Calciumkar-bonat bez. Baryumkarbonat getrübt.

Um die zu den vorstehendenVersuchen erforderliche Hefe zu ge-winnen,rührt man st ärkefreie Press-hefe mit etwa der 30 fachen MengeWasser an, lässt absetzen, dekanthirtdie Flüssigkeit und wiederholt diesesAuswaschen noch drei- bis viermal.

Zur Kontrolle setzt man noch zweiVersuche an: a) Man versetzt zucker-freien Harn mit der gleichen MengeHefe: es darf innerhalb der Ver-suchszeit keine Kohlensäure gebildetwerden. ß) Man versetzt zucker-freien Harn mit etwas Honig (5 Pro-cent) und der gleichen Menge Hefe. Es muss nach kurzer Zeit eine lebhafte Kohlen-säureentwickelung stattfinden.

Die quantitative Bestimmung des Zuckers. Diese kann nach mehreren Methodenerfolgen. Zunächst muss bei allen Methoden der Harn eiweissfrei sein. Liegt eiweiss-haltiger Harn vor, so muss dieser mit Essigsäure schwach angesäuert und durch Auf-kochen vom Eiweiss befreit werden. Bei der maassanalytischen und gewichtsanalytischenZuckerbestimmung muss der Harn ferner, wenn erforderlich, bis auf einen gewissenZuckergehalt, etwa auf 0,5 Procent, verdünnt werden. Man richtet sich hierbei nachdem spec. Gewicht des Harns. Bei einem spec. Gewichte bis zu 1,030 pflegt man denHarn auf das fünffache, bei einem höheren spec. Gewichte auf das zehnfache Volumen zuverdünnen.

a) Maassanalytische Bestimmung. Man verdünnt den Harn, welcher z. B.das spec. Gewicht 1,028 hat, mit Wasser auf das fünffache Volumen und füllt den so ver-dünnten Harn in eine Bürette von 50 ccm Fassungsraum. In eine kugelförmige Porcellan-schale mit guter Glasur giebt man 20 ccm F ehling 'sehe Lösung (oder je 10 ccm der ge-trennt aufbewahrten Lösungen, s. S. 785), verdünnt mit 80 ccm Wasser ^erhitzt zum Siedenund lässt unter Umrühren mit einem Glasstabe in die siedende Flüssigkeit von dem inder Bürette befindlichen verdünnten Harn zufliessen, zunächst 5 ccm. Man lässt einigeSekunden kochen, alsdann absetzen und sieht zu, ob die Flüssigkeit noch deutlich blaugefärbt ist. Sollte dies der Fall sein, so lässt man wiederum einige ccm des verdünntenHarns zufliessen, kocht wieder, lässt absetzen und sieht zu. wie die Färbung der Flüssig-keit über dem rothen Kupferoxydul ist. Um diese Färbung deutlich beobachten zukönnen, neigt man die Schale vorsichtig so, dass die abgesetzte Flüssigkeit über die vonKupferoxydul noch nicht bedeckten Theile der Schale zu stehen kommt. In dem Maasse,wie die blaue Färbung der Flüssigkeit heller wird, ist man auch mit dem Zusatz derHarnmischung vorsichtiger, d. h. man setzt schliesslich nur noch Bruchtheile eines Kubik-centimeters zu. Ist der Punkt erreicht, an dem die blaue Farbe der Flüssigkeit in farb-los übergegangen ist, so stellt man zunächst fest, ob die gewählte Verdünnung richtigwar. Sie ist richtig, wenn zur Reduktion von 20 ccm fuhlino 'scher Lösung 1020 ccmdes verdünnten Harnes verbraucht worden sind. Ist dieses nicht der Fall, so muss manje nach dem Ausfall des ersten Versuches den Harn entweder stärker oder schwächerverdünnen. Wir nehmen indessen an, dass die Verdünnung richtig war, und dass zurvölligen Entfärbung 18,8 ccm des verdünnten Harns verbraucht wurden. Man macht nuneinen zweiten Versuch mit der Abweichung, dass man zu der kochenden Mischung von20 ccm fehlinq -'scher Lösung und 80 ccm Wasser nur 18,5 ccm des verdünnten Harnsund zwar auf einmal zulaufen lässt. Man kocht ein bis zwei Minuten, lässt absetzenund findet, dass die abgesetzte Flüssigkeit noch schwach blau gefärbt ist. Man setzt