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durch konc. Natronlauge werden sie in einen grünlich schwarzen amorphen Körper ver-wandelt, der in Alkohol unlöslich ist. Der Jodgehalt beträgt 78,39 Proc.; der Schmelz-punkt liegt bei 121,5° C.
Prüfung. 1) Das Losophan sei geruchlos und ungefärbt. — Der Schmelzpunktliege bei 121,5° C. — 2) Beim Verbrennen im Porcellantiegel hinterlasse es keinen feuer-beständigen Rückstand. — 3) Werden 0,2 g mit 20 ccm Wasser ausgezogen, so werde dasFiltrat durch Bisenchlorid nicht blau oder violett gefärbt (freie Phenole).
Aufbewahrung. Unter den indifferenten Arzneimitteln.
Anwendung. Aeusserlich bei den durch Pilze bedingten Hautkrankheiten, wieHerpes tonsurans, ferner bei Pityriasis versicolor, Prurigo, Acne vulgaris und rosacea in1—2 proc. alkoholischer Lösung zum Pinseln oder in 1 — lOprocentiger Salbe. GegenScabies die lOproc. Salbe. Bei syphilitischen Scbankern in Pulverform. Kontraindicirt beiallen akut entzündlichen Erkrankungen der Haut, da es hier reizend wirkt.
Traumatol. Wird in England ein Ersatz des Jodoforms genannt, welches erhaltenwerden soll durch Einwirkung von Jodjodkalium auf Kresol in wässeriger Flüssigkeit.Röthlichviolettes Pulver, zweifelhaftes Präparat.
Lac.
lac. Lait. Milk. Milch. Unter „Milch" im physiologischen Sinne ist die vonder Brustdrüse der weiblichen Säuger abgesonderte, emulsionsartige Flüssigkeit (Sekret) zuverstehen. Unter „Milch schlechthin" ist in den folgenden Ausführungen in Ueberein-stimmung mit dem praktischen Leben stets die Kuhmilch zu verstehen.
Bestandtlieile. Die Milch stellt eine wä'sserige Auflösung von Mineralsalzen undMilchzucker dar, in welcher Eiweiss-Substanzen im Zustande starker Quellung (Auflösung?)und Fett im Zustande feiner, emulsionsartiger Yertheilung: in Form sehr feiner Kügelchenvorhanden sind. Die frühero Vorstellung, dass die einzelnen Fettkiigelchen mit einerEiweiss-Hülle (Haptogen-Membran) umgeben seien und durch diese an ihrer Vereinigungzu grösseren Fettmassen verhindert würden, wird zur Zeit nicht mehr aufrecht erhalten.Man nimmt vielmehr gegenwärtig an, dass die einzelnen Milchkügelchen im Zustande derUeberschmelzung sich befinden.
Die Eiweissstoffe der Milch sind nicht einheitlich, übrigens auch noch wenig genauerforscht. Die Hauptmenge derselben besteht aus dem Kasein, welches durch einfachesErhitzen nicht, wohl aber durch Einwirkung von Lab oder Säuren koagulirt wird. Ingeringerer Menge ist zugegen ein Eiweisskörper (Milcheiweiss oder Lactalbumin),welcher nicht durch Lab oder Säuren, dagegen durch Erhitzen seiner wässerigen Auflösungkoagulirt wird.
Ausser den hier aufgeführten wesentlichen Bestandteilen sind in der Milch nochandere, z. Th. weniger gut gekannte, oder weniger leicht zu isolirende Substanzen nachgewiesenworden: Kleine Mengen Harnstoff, Citronensäure, Kreatin, Kreatinin, Cholesterin, Lecithin,gelber Farbstoff (Lipochrom). Von Gasen sind Sauerstoff, Stickstoff und Kohlensäure inder Milch enthalten.
Qualitativ ist die Zusammensetzung aller Milcharten die gleiche, quantitativdagegen sind bei den verschiedenen Milcharten wesentliche Unterschiede vorhanden, welcheabhängig sind von der Art der Xhiere. Indessen kommen auch bei gleicher Art Ver-schiedenheiten der Milch vot , welche alsdann bedingt werden durch die Rasse, durch dieErnährung, durch das Alter und durch den Gesundheitszustand. Nach König ist die mitt-lere Zusammensetzung verschiedener Milchsorten die folgende: