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2 (1907)
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Zedoaria.

Fruchthülle eiförmig, zerstreut mit geraden, an der Spitze hakenförmigen, kahlen, gelbenStacheln besetzt, dazwischen kurzhaarig und drüsig.

Kraut und Früchte (Herba und Semen Lappae minoris) verwendet man alsDiureticum und gegen Skropheln, die Wurzel als Diaphoreticum. Neuerdings sind dieBlätter als Mittel gegen Blutungen nach der Entbindung empfohlen. Die Früchte sollenein Glukosid: Xanthostrumarin und ein Alkaloid enthalten, ferner 15 Proc. fettes Oel.

II. Xanthium spinosum L. Wahrscheinlich in Südamerika heimisch, neuerdingsals Unkraut weit verbreitet. Blätter im Umriss eiförmig, dreilappig, mit längerem Mittel-lappen, seltener ungetheilt, unterseits weissfilzig. Stengel am Grunde der Blattstiele mit1 oder 2 starken dreitheiligen Stacheln. Fruchthüllen oft einzeln, länglich-elliptisch, gelb-bräunlich, ziemlich dicht mit dünnen, geraden, an der Spitze hakenförmigen Stacheln be-setzt, daselbst kurzhaarig.

Das Kraut soll harn- lind schweisstreibend wirken, in Kussland ist es gegen Hunds-wuth empfohlen.

Zedoaria.

Rliizoma Zedoariae (Germ. Helv.). Radix Zedoariae (Austr.). Zitwerwurzel.Zittwer. Zedoaire longue et ronde (Gall.). Zedoary-root.

Ist das meist in Scheiben zerschnittene und getrocknete Khizom derCurcuma Zedoaria Roscoe (Zingiberaceae-Hedychieae). Die Heimath derPflanze ist unbekannt, man kultivirt sie auf Ceylon und bei Bombay.

lieschreibung. Das Rhi-/ zom ist handförmig verzweigt, an-

n geschwollen, ebenso schwellen dieV X J pj|k Enden der Wurzeln knollenförmig

/ / |a L y/ an. Nur die Scheiben des Rhi-

y^ AJ % zoms bilden in der Regel die Droge,

selten kommen die kleineren, rund-liehen Knollen der Wurzel vor.W C 3 \ / Die Scheiben haben bis 4 cm

A V fSj Durchmesser, über 1 cm Dicke.

. j~~. \ Die Farbe ist grau, im Innern

, V 0 hellgrau. Zu äusserst ist die Droge

M .'/ von einem dünnen Periderm be-

/T°\ \ (ff deckt. Das Parenchym enthält

$ 4 j\ gf '7 ^ X reichlich Stärke in Körnern, dieL |J % flach scheibenförmig, von eiförmi-

m ji \ gern Umriss sind, die eine Seite,

IsSfew in der sich der Nabel befindet,

Nasss" xüassi/ ist vorgezogen (Fig. 210). Eine

Fig. 210. Stärke aus Rhizoma Zedoariae. + Körner von der Seite. Anzahl von Parenchymzellen isto Körner halb aulgequollen. 430 mal vergrössert. zu Sekretzellen umgewandelt. Die

Endodermis besteht aus im Querschnitt nahezu quadratischen Zellen. Die Gefässbündelsind kollateral, sie sind zuweilen von einigen dünnwandigen Bastfasern begleitet.Geruch und Geschmack bitterlich gewürzhaft, an Kampher erinnernd. Im Pulver fallenbesonders die Stärkekörnchen als charakteristisch auf.

Bestandtheile nach König: Wasser 16,39 Proc., stickstoffhaltige Substanz10,8 8 Proc., ätherisches Oel 1,12 Proc., Fett 2,46 Proc., Zucker 1,18 Proc., Stärke49,90 Proc., stickstofffreie Extraktstoffe 8,89 Proc., Rohfaser 4,82 Proc., Asche4,41 Proc. Das ätherische Oel ist dicklich, in dünner Schicht grünlich, in dicker grün-schwarz. Spec. Gew. 0,991,01. Es enthält CineoL