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2 (1907)
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Hyssopus. Jaborandi.

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Oleum Hyperici. Ol. Hyperici ooctum. Johannisöl. Huile do mille-pertuis (Gall.). Aus dem getrockneten Kraut wie Huile de camomille Gall. (Bd. I,S. 718) zu bereiten. Im Handverkauf pflegt man als Johannisöl (Regcnwurmöl, rotheaZiegelöl) ein mit Alkannin roth gefärbtes Olivenöl, Rüböl oder Erdnussöl abzugeben.

Tilictura Hyperici ex herlia recente. Johanniskrauttinktur (Pfarrer Kneifp's)bereitet man aus 5 Th. frischem, zerquetschtem Kraut und 6 Th. Weingeist. Vor Lichtgeschützt aufzubewahren.

Hyssopus.

Gattung 1 der Labiatae Stachyoideae Hyssopinae.

HySSOpUS officinalis L. Heimisch im Mittelmeergebiete und im mittleren Asien.Stark verzweigter Strauch mit ganzrandigen, linealen oder lanzettlichen Blättern. Blüthcnin Scheinwirteln, die beblätterte, endständige Aehren bilden. Bliithe blau, seltener rötli-lich oder weiss. Oberlippe aufrecht ausgebreitet, ausgerandet, Unterlippe ausgebreitet,3spaltig mit flachen, breiten Lappen, der mittlere erweitert, ausgerandet oder zweilippig.Von kampherartigem Geruch.

Verwendung finden die blühenden Zweigspitzen: Herba Hyssopi (Ergänzb.).Summitates Hyssopi. Ysop. Ysopkraut. Eiserig. Josefskraut. Sommite lieuried'liysope (Gall.).

Bestandtheile. 1 Proc. ätherisches Oel.

Einsammlung. Anwendung. Man sammelt das Kraut im Juni und Juli,trocknet und bewahrt es in Blechbüchsen auf. 4 Th. frisches geben 1 Th. trockenes.Volksmittel gegen allerlei Brustleiden, das sowohl innerlich als äusserlich gebraucht wird.

Aqua Hyssopi. Ysopwasser. Wie Aqua Anethi (Bd. I, S. 306).

Hydrolatum Hyssopi (Gall.). Eau distillee d'hysope. Aus 1000 g frischemKraut stellt man mittels Dampfstrom 1000 g Destillat dar; man legt eine FlorentinerFlasche vor, um das ätherische Oel zu gewinnen.

Sirupus Hyssopi. Sirupus de Hyssopo (Gall.). Sirop d'hysop. Man bereitetihn wie Sir. Chamomillae Gall. (Bd. I, S. 716).

Ptisana de Hyssopo (Gall.). Tisane d 'hysop. 5 g Ysop, 1000 g siedendesWasser; nach l j 2 Stunde durchseihen.

Oleum HySSOpi. Ysopöl. Trocknes Ysopkraut giebt bei der Destillation 0,3 bis0,9 Proc. Oel von angenehmem, mildem, rainfarnähnlichem Geruch. Das spec. Gewichtdes Ysopöles ist 0,9250,940, sein Drehungsvermögen (100 mm-Bohr) 17 bis 23°.Es ist löslich in 24 Th. 80 volumprocentigen Alkohols.

Jaborandi.

Unter dem NamenJaborandi" verwendet man in Südamerika eine Anzahl Drogenaus der Familie der Rutaceen (Gattungen Monniera, Zanthoxylum, Pilocarpus),Piperaceen (Gattung Piper) und Scrophulariaceen (Gattung Herpestis). Iiigrösserem Umfange gelangen nach Europa nur Blätter von 5 Arten Pilocarpus.

Die Blätter sind mit einer Ausnahme unpaarig gefiedert, doch nicht selten auf dasEndblättchen reducirt. Grösse sehr verschieden (vergl. unten). Sämmtlich durchscheinendpunktirt infolge des Vorhandenseins schizolysigener Sekretbehälter, die ätherisches Oel ent-halten. Cuticula auf beiden Seiten stark entwickelt. Bau bifacial, mit einer Ausnahmenur eine Reihe von Palissaden, die häufig Oxalatdrusen enthalten und dann gefächert sind.Spaltöffnungen nur auf der Unterseite des Blattes, meist im Niveau der Epidermis, seltenetwas emporgewölbt. Alle Arten mehr oder weniger behaart und zwar mit einfachenHaaren und Drüsenhaaren. Gefässbündel der Nerven kollateral.

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