Ulmus.
1065
Folla Damianae. Herba Damianae. Folia et ramuli Turnerae. — Damian». Tur-
Oberseite spärlich, Unterseite reichlicherTurn.
nerathee.
Die Blätter sind bis 3 cm lang, 1 cm breit, kurz gestielt, lanzettförmig, grob gesägt,fiedernervig mit randläufigen Sekundärnerven,behaart, ausserdem Oeldrüsenwie bei den Labiaten. Palis-saden auf beiden Seiten. DieDroge riecht angenehm nachCitronen, Geschmack aroma-tisch-bitter, etwas scharf.
Bestandtheile. 0,9Proc.eines grünlichen, ätherischenOeles vom Geruch nach Cha-millen, 3,46 Proc. Gerbstoff,7,08 Proc. Bitterstoff.
Anwendung. In Mexi-ko wie Thee benutzt, als Aphro-disiaoum empfohlen, wirkt auchdiuretisch.
Elixir Turiierae (Nat. Fig. 181. a — e Blätter von Turnera diffusa v. aphrodisiaca, natürl. Grösse,form.). Elixir of Turnera f Vorblättchen, nat Gr. k Frucht, vergr. g Fruchtknoten, geöffnet, mit
or Of Dailliana. 30 lr Mag- Griffel, m Blüthe, Blumenblätter und Kelch im Durchschnitt, vergrössert.nesiumkarbonat reibt man mit p BlumenWatt ' « Samen - vergrössert. Samen, durchschnitten.
einer Mischung aus 150 ccm Damiana-Fluidextrakt, 250 ccm Weingeist (91 proc.), 65 ccmGlycerin und 500 ccm Elixir aromaticum (U-St.) an, filtrirt durch ein genässtes Filter undbringt das Filtrat durch Nachwaschen mit Elixir aromaticum auf 1000 ccm.
Extractuin Turnerae s. Damianae. Aus dem feingeschnittenen Kraut durch Aus-ziehen mit 45 proc. Weingeist und Eindampfen zum dicken Extrakt. Ausbeute 18—20 Proc.
Extractiim Turnerae seu Damianae fluidum (Nat. form.). Aus 1000 g gepulver-ten Blättern (No. 20) und q. 8. einer Mischung aus 2 Raumth. 91 proc. Weingeist und1 Raumth. Wasser bereitet man im Verdrängungswege unter Zurückstellen der ersten875 ccm Perkolat 1. a. 1000 ccm Fluidextrakt. — Zu 1—3 ccm 3mal täglich als Aphro-disiacum und Stärkungsmittel.
Verwechslung. Als„Damiana" verwendet manin Mexiko auch die Blätterder Composite: Bigelovi*venata (H.B.K.) A. Gray;sie sind dicker und haben eineharzig-weiche Oberfläche.
Ulmus.
Gattung der Ulmaceae — Ulmoidcae.
I. UlmilS Campestris L. Verbreitet in Europa und Sibirien.
II. Ulmus pedunculata Fougeroux (syn.: U. effusa Willd.). Im mittlerenund östlichen Europa.
III. UlmUS fulva Michx. In Nordamerika von Canada bis Carolina.
Die drei Arten liefern in der von den äusseren Theilen befreiten Innenrinde: CortexUlmi interior. Ulmus (U -St.). — Innere Ulmen- oder Rüsterrinde. — Ecorce d'orme(Gall.). — Elm. Slippery Elm Bark.
U-St. schreibt III vor, Gall. I und III.
Die Rinde der mittelstarken Zweige wird im Frühjahr geschält und von den äusserenTheilen (Borke) befreit. Sie bildet gelbliche bis rothbraune Bänder, die meist zu Bündeln