Quassia.
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Quassia.
Gattung der Siinarubaceae.
Quassia amara L. fil. Heimisch von Surinam und dem nördlischen Brasilienbis Panama und den Antillen. Kleiner Baum oder Strauch mit dreizählig oder zweijochig-unpaarig gefiederten Blättern und schönen rothen, zu ansehnlichen Trauben geordnetenBliithen. Liefert im Holz: Lignuni Quassiae (Germ. Helv. Austr.). Lignum QuassiaoSurinamense s. verum. — Qunssiaholz. Surinamisches Bitterholz. Fliegenholz. —Bois amer de Surinam. Quassie amere (Gall.). Bois de quassia.( x Ausser dieser Art liefert auch Quassiaholz:
Picraena excelsa Lindl. (Simarubaceae). Heimisch aufJamaika und den kleinen Antillen, besonders Antigua und St. Vin-cent. Ansehnlicher Baum mit fünfjochi-geu Blättern und zu ansehnlichen Rispengeordneten, blassgrtingelblichen, unschein-baren Bliithen. Liefert im Holz: Lig-num Quassiae (Brit.). Quassia (U-St.).
Lignum Quassiae novae s. Jamaicense.
— Jamaikanisches Bitterholz. — Boisde quassia de la Jamaique. — Quassiawood. Bitter wood.
Germ. Helv. Austr. u. Gall. lassenneben Quassia amara auch das Holz derPicraena zu, Brit. u. U-St. nur dieses.
Beschreibung. Das Quassia-holz von Surinam kommt in finger-bis armdicken Knüppeln oder geraspeltin den Handel. Das Holz ist leicht,weich, hellfarbig, gut spaltbar, auf demQuerschnitt koncentrisch geschichtet.
Markstrahlen 1—2 Zellreihen breitund 5—20 Zellreihen hoch. Das Holzbesteht vorwiegend aus dickwandigenFasern und weitlumigen Gefässen, vonParenehym umlagert. Auf dem Quer-schnitt erscheinen schwarze Flecken undStreifen, sie sind von blauschwarzen Pilz-fäden hervorgerufen. — Geschmack reinund anhaltend bitter.
Das Quassiaholz von Jamaikakommt in Form bis 30 cm dicker Stamm-oder Aststücke in den Handel, oder eben-falls geraspelt. Die Markstrahlen sind 2—5 Zellreihen breit und 10—25 Zellreihen hoch.Im Parenehym Einzelkrvstalle von Oxalat, ebenso im Marke.
Bestandtlieile. Der Bitterstoff Quassiin C 31 H 42 0 9 , er bildet rektangulärePrismen, löslich in Wasser, Alkohol und Chloroform, schwer löslich in Aether und Pe-troleumäther. Das Surinamholz enthält 0,265 Proc., das Jamaikaholz 0,072 Proc. —Daneben enthält die Droge das geschmacklose Quassol C 10 H ?0 O . H 2 0. Nach Massute(1890) sind die Bitterstoffe der beiden Hölzer nicht identisch, das Surinamholz enthältvier Quassiine, deren Schmelzpunkte zwischen 210 und 240° C. liegen, zwei derselben
Fig. 92.Tangentialschnitt durchLign. Quassiae Surina-mense. M Markstrahl.
Fig. 93.Tangentialschnitt durch Lign.Quassiae Jamaicense. M Mark-strahl. o Oxalatkrystalle.
Picrasmine, das eine C , 5 H 4tl 0 10212° C. schmelzend.
3 0 10 und C 3 ,H 60 0 10 . Das Jamaikaholz enthält zweibei 204° C. schmelzend, das andere C 3(1 H 48 O 10 bei 209 bis