316 Magnesium.
Moxa Chinensis. Pulvis antectrinimaticus.
Rp. Lycopodii 70,0 Pulver gegen Wundsein.
Kalii nitrici puly. 30,0 Rp. Lycopodii 80,0
Aquae 2,5 Zinci oxydati 20,0.
Spiritus diluti q. s. Zum Einstreuen.
Man formt kleine Kegel und trocknet sie in der Tinctura Lycopodii.
Wärme. Rp. Lycopodii 20,0
Pastilli Lycopodii ( Dieterich). _ u „
Trocliisci Lycopodii. Lycopodium-Pastillen.
Durch Maceration zu bereiten. Das Lycopodiumwird zuvor unter starkem Drucke verrieben,_ „ oder in folgender Mischung:
Up. a. Lycopodii 2o0,0 ß Tinctur L yc0 podii 25,0
CnAnlinr milrr Q.,n A C J f
SrS' IZ ' "«»• e—* 12 °.°
uacao 4UU ' U - Sirup, balsamici 30,0.
b. Lycopodii 500,0 Unguentum contra perniones.
Sacchari pulv. 150,0 Frostsalbe.
Pastae Cacao 350,0. Rp. Acidi tanniciMan formt Pastillen von 1 g, wie Pastilli Guaranae Lycopodii ää 7,5Band I, S. 1267. Adipis suilli 15,0.
II. Das Kraut von Lycopodium SelagO Dill, wurde als Muscus catharticusund Hcrlia Selaginis als Eraeticum und Anthelminticum benutzt.
III. Lycopodium polytrichoides auf den Sandwichsinseln, wirkt in grösserenDosen drastisch.
IV. Lycopodium Saururus in Südamerika, auch auf Mauritius und Bourbon.Wirkt ebenfalls drastisch und enthält ein Alkaloid Piligenin C^H^N^O.
Magnesium.
Magnesium. Mugnium. Mg. Atomgew. = 24. Dieses Metall wird fabrikmässigentweder durch Reduktion von wasserfreiem Magnesiumchlorid mittels metallischem Na-trium, neuerdings auch durch Elektrolyse von geschmolzenem Magnesiumchlorid (geschmol-zenem Chlormagnesium-Chlorkalium, kieseritfreiem, entwässertem Carnallit) dargestellt. Dasso erhaltene Magnesium wird zu seiner Reinigung im Wasserstoffstrome destillirt.
Eigenschaften. Ein silberweisses, stark glänzendes Metall, bei Rothgluth schmelz-bar, bei Weissgluth destillirbar. Das spec. Gewicht ist 1,75. Das Magnesium behält antrockener Luft seinen Glanz unverändert; an feuchter Luft überzieht es sich allmählichoberflächlich mit einer schwachen Schicht von Magnesiumhydroxyd, welche allmählich inMagnesiumkarbonat übergeht. Auf Wasser ist es bei gewöhnlicher Temperatur ohne Ein-wirkung; wird es aber mit Wasser erwärmt, so zersetzt es dieses unter Bildung vonMagnesiumhydroxyd und Freiwerden von Wasserstoff. Von verdünnten Säuren sowie vouLösungen des Ammoniumchlorids wird es leicht gelöst. — Erhitzt man das Magnesiuman der Luft, so verbrennt es mit weissem, sehr glänzendem Lichte, welches reich ist anchemisch wirksamen Strahlen, daher zu photographischen Zwecken Verwendung findet. —Aus vielen Salzlösungen (namentlich Chloriden), z. B. aus denen des Blei, Quecksilber,Zinn, Kupfer, Wismuth, Kadmium, scheidet das Magnesium die betreffenden Metalle ab,auf Arsen- und Antimonverbindungen wirkt es ein unter Bildung von Arsenwasserstoff bez.Antimonwasserstoff. Auf zahlreiche Oxyde wirkt es in der Glühhitze stark reducirend.
Im Handel kommt es vor 1. in Bandform, 2. in Pulverform, 3. in Draht-form und 4. als Barren.
Atiwendung. Ganz besonders als Lichtquelle für Signalzwecke und für diePhotographie. Bisweilen als Reagens in der qualitativen und quantitativen Analyse. —Die vorgeschlagene Verwendung als Ersatz des Zink zum Arsennachweis hat sich nichteingebürgert, weil das Magnesium gewöhnlich Spuren von Arsen enthält. Neuerdings zurDarstellung werthvoller Legirungen (Magnalium).
Magnalium. Dieses Wort ist der Sammelname für Legirungen von Aluminiummit Magnesium. Das Aluminium gewinnt durch das Legiren mit Magnesium sehr werth-