Rheum.
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Linie des Cambiums, die freilich häufig durch tiefgehendes Schälen grossentheils entferntist. Zu beiden Seiten des Cambiums ist der Bau deutlich strahlig, man kann die dunklen,meist im Bogen verlaufenden Markstrahlen gut erkennen. Diese strahlige Partie um-schliesst eine die Hauptmenge der Droge ausmachende centrale Masse, die zunächst mar-morirt aussieht, d. h. in einer weissen Grundmasse erscheinen reichlich rothbraune odergelbrothe, unregelmässig verlaufende Linien und Flecke. An günstigen Stücken, am bestenan nicht zu dicken vollständigen Rhizomstücken erkennt man zunächst innerhalb der er-wähnten strahligen Partie einerunregelmässigen Zone rundlicheGebilde, die reichlich von dunk-len Radien durchsetzt sind (Maser-kreise). Innerhalb dieser Zone ver-laufen unregelmässige Liniendurch die Mitte des Stückes. DieMaserkreise sind nicht immer leichtaufzufinden, dürfen aber nichtfehlen, da sie für den echten Rha-barber besonders charakteristischsind. Unter dem Mikroskop siehtman, dass es besondere Gefäss-systeme, aber mit umgekehrterOrientirung der einzelnen Theilesind: sie haben ein deutlichesCambium, ausserhalb desselben er-kennt man Gefässe, innerhalb Sieb-röhren, das Centrum wird voneiner Gruppe von Siebröhren ein-genommen. Die schief durch dieMitte des Stückes verlaufendenBündel haben denselben Bau.
Wenn man also Stücke der Drogebetrachtet, die soweit geschältsind, dass die erwähnte normale,strahlige Partie um das Cambiumvöllig entfernt ist, dann könnenauch auf der Aussenseite derStücke solche Maserkreise zumVorschein kommen. Diese umge-kehrt orientirten Bündel gehenhervor aus zarten Siebsträngen,die theils an der Innenseite dernormalen strahligen Partie axialverlaufen, theils (in den Knoten des Rhizoms) quer verlaufen. Sie umgeben sich mit einemCambium, welches nun weiter nach innen Siebröhren etc., also Phloem, und nach aussenGefässe etc., also Xylem, bildet.
Weiter lässt das Mikroskop Folgendes erkennen:
Das Parenchym enthält reichlich Oxalatdrusen, die einen Durchmesser von 145 fierreichen, und Stärkemehl, dessen Körnchen bis 17 y. gross sind; sie sind entweder rund-lich, einfach mit kleinem centralen Spalt, oder bestehen aus bis vier Theilkörnchen (Fig. 102).Am reichlichsten kommt im Parenchym und besonders in den Markstrahlen brauner Inhaltvor, der mit Alkalien schön roth wird. Die Markstrahlen sind bis 4 Zellen breit, bis30 Zellen hoch. In dem äusseren Theile der Rinde, die aber bei der Handelswaare stetsabgeschält ist, finden sich grosse Schleimlücken (Fig. 101 Sch).
Mcc
Fig. 101. Querschnitt durch ein ungeschältes, frisches Rhabarber-rhizorn. IT Kork. Sch Schleimlücken. M Markstrahlen. C Cambium.F Farbstoffzellen. Ma Maserkreise.