Pulsatilla.
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II. Herba Pulmonariae arboreae ist der Thallus einer Fleclite (Reihe der Asco-liclienes, Familie der Sticta- -
ceae) Sticta pulmonaceaAch., die in Wäldern am Fussevon Eichen und Buchen, auchauf Steinen wächst. Thallus bis30 cm und darüber im Durch-messer, im Centrum angewachsen,lederartig, tiefbuchtig gelappt,netzförmig - grubig, unterseitsrostfarbig, dünnfilzig, mit weis-sen, flach gewölbten Cyphellen,oberseits grün, trocken bräun-lich. Apothecien klein, rothbraun.
Geschmack schleimig - bitter.
Enthält Stictinsäure oder Ce-trarsäure (vergl. S. 292).
Liehen pulmonariiis.
Ilerba Pulmoiiariae arboreae.
— Lungenmoos. Lungen-flechte. Lungenkraut. Lungen-reff. — Pulmonaire de chene.
Liehen pulmonaire (Gall.). —
Lungwort.
Aufbeivahrung. Mansäubert die Flechte von erdigen .
. Fig. 84. Sticta pulmonacea Ach., am Bande mit Apothecien.
Bestandtheilen, trocknet an ei-nem lauwarmen Orte und bewahrt sie geschnitten auf.
Anwendung . Ein bei Lungeiiieiden etc. noch vielfach gebrauchtes Volksmittel.
Pulsatilla.
I. Anemone Pulsatilla L. (syn.: Pulsatilla vulgaris Mill.). Von Mittel- undSüdeuropa bis Ostasien. Mit 2—3fach zusammengesetzten, in feine Segmente zerschnitte-nen, dicht zottigen Grundblättern und einer aufrechten oder wenig geneigten Blüthe,deren an der Basis glockiger, korollinischer Kelch von der Mitte an sich ausbreitet, dessenZipfel aber nicht zurückgerollt sind, doppelt so lang als die »Staubblätter.
II. Anemone pratensis L. (syn.: Pulsatilla pratensis Mill.). Blüthe nickend,Kelchblätter an der Spitze zurückgerollt, wenig länger als die Staubblätter. Liefern:
f Herba Pulsatillae (Ergänzb.). Pulsatilla (U-St.). — Küchenschelle. Wind-blunienkraut. — Feuille et fleur d'Anenione Pulsatille ou de coquelourde (Gall.).— Wind-ilowers.
Bestandtheile. Anemonin (Anemonen-Pulsatillenkampfer), C 15 H 12 O c , sehrscharf und Entzündungen hervorrufend, aber leicht zersetzlich und nur in der frischenPflanze vorhanden.
Einsammlung, Aufbeivahrung. Man sammelt das frische Kraut zur Blüthe-zeit, im April und Mai, mit,den bereits entwickelten Wurzelblättern und verwendet esalsbald zur Darstellung von Extrakt und Tinktur. Das getrocknete Kraut ist vor-sichtig aufzubewahren, nach U-St. nicht über 1 Jahr.