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2 (1907)
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698
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Pulveres.

Anwendung. Man giebt die getrocknete Küchenschelle und Pulver oder Pillendaraus zu 0,10,4 g, als Aufguss 1:2050 bei Asthma, Keuchhusten, Krämpfen, ein-seitigem Kopfweh, besonders aber bei dem als Staar bekannten Augenleiden. Die Homöo-pathie gebraucht Pulsatilla gegen Bleichsucht und Regelstörungen.

f Alcoolatura Pnlsatillae (Gall.). Alcoolature d'Aneinone pulsatille. Aua dem

frischen, blühenden Kraut wie Alcool. Digitalis (Bd. I, S. 1041).

f Extractum Pulsatillae (Ergänzb.). Küchenscliellenextrakt. Genau so wieExtr. Conii Ergänzb. (Bd. I, S. 947). Ausbeute etwa 3 Proe. Zu 0,060,2 bei Hemi-kranie ( H usemann).

Extractum Pulsatillae fluidum (Münch. Vorschr.). Aus 100 Th. mittelfein ge-pulverter Küchenschelle und q. s. einer Mischung aus 3 Th. "Weingeist (87proc.) und 7 Th.Wasser 1. a. 100 Th. Fluidextrakt (Bd. I, S. 1074).

f Tinctura Pulsatillae Kademacheri. Genau so wie Tinct. Digitalis Germ.(Bd. I, S. 1041).

Mixtura antamanrotica v. Graefe . Pilulae antamanroticae v. Graefe.

Kp. 1. Herb. Pulsatillae 5,0 ad 12,0 E P- Herb - Pulsatill. pulv.

2. Vini Gallici q. 8. Extract. Pulsatill. ää 5,0.

3. Sirupi Cinnamomi 30,0 Zu 75 pillen - 3mal «glich 13 Stück.

4. Aetheris acetici 1,5. Pulvis contra tnssim convulsiva!» Seidlee.

Durch Digeriren von 1 mit 2 bereitet man 250,0 p vfJ Extract. Pulsatill. 0,03

Seihfiüssigkeit und mischt 3 und 4 hinzu. Bei Sacchar Lactis 10.

grauem und schwarzem Staar essiBffelweise. Dent. tal. dos. 10

Pulveres.

Pulvis (Austr. Germ. Helv. Brit. U-St.). Poudre (Gall.). Pulver. Powder (engl.).

Der Zerkleinerung der Drogen und Chemikalien wird gegenwärtig bei weitem mehrAufmerksamkeit zugewendet als früher. Dies ist zunächst zurückzuführen auf die Port-schritte der Technik, welche den Apotheken-Laboratorien an Stelle desMörsers" eine An-zahl leistungsfähiger Special-Maschinen zuführte, überdies Anstalten entstehen liess, in denendie Zerkleinerung der Drogen als Specialität betrieben wird. Anderseits ist dies aberauch zurückzuführen auf die Erkenntniss, dass ein feines Pulver vom Organismus besserausgenutzt wird als ein grobes und dass auch im allgemeinen ein feineres Pulver sichleichter verarbeiten und durch Lösungsmittel leichter und gründlicher erschöpfen lässt alsein gröberes, wenn auch bezüglich des letzteren Punktes eine Grenze gezogen ist, welchenicht überschritten werden darf.

Zur Verwandlung der Drogen in Pulver bedient sich der Apotheker des Stoss-mörsers, ferner der Kugeltrommel und für ölige Samen der Excelsior-Mühlen.

Bevor vegetabilische Drogen (mit Ausnahme der öligen Samen) der Pulverung unter-zogen werden, pflegt man sie auszutrocknen. Das geschieht im Trockenschranke. In diesemsoll man die zu trocknenden bez. zu pulvernden Rohstoffe nicht länger belassen, als un-bedingt nöthig ist, um sie in den zur Pulverung geeigneten trockenen Zustand zu bringen.Rohstoffe in kompakten Stücken pflegt man vor dem Trocknen durch Zerschlagen oderZerspalten oder Zerschneiden grob zu zerkleinern, damit der TrocknungspTozess rascher undgründlicher verlaufen kann.

Das Pulvern wird in der Weise ausgeführt, dass die zu pulvernden, getrocknetenRohstoffe durch Stossen oder Mahlen zerkleinert werden, worauf man die feineren Antheiledurch Absieben von den gröberen trennt und letztere dem Zerkleinern und Absieben so oftund so lange weiter unterwirft, bis schliesslich kein oder nur ein unbedeutender Rückstand(die Remanenz) hinterbleibt, welcher beseitigt wird. Die so erhaltenen verschiedenen durch-gesiebten Antheile werden gemischt. Da die Pulver während des Pulverns und SiebensFeuchtigkeit aus der Luft anziehen, so trocknet man sie im Trockenschranke nach, bevorman sie in die Standgefässe unterbringt.

Die Feinheit eines Pulvers richtet sich nach der Feinheit des zum Absieben be-nutzten Siebes. Früher bezeichnete man als sehr feine Pulver die durch ein Seidensieb