Pulegium. — Pulmonaria.
Vitium Pruni virginianae ferratiun (Nat. form.). 85 com Tinot. F errichloridi (Nat. form.) mischt man mit Vini Pruni virginiani q. s. ad 1000 ccm.
Balsam of Wild Clierry. 30,0 Extr. Pruni virgin. fluid., 7,5 Extr. Ipecacuanh.fluid., 7,5 Extract. Scillae fluid., 3,75 Tinct. Opii, 1,0 Tart. stibiat., 30,0 Alkohol, 3 Tropf.Ol. Anisi, 15,0 Sirup, commun., 15,0 Tinct. Persion. comp., Aq. destill, q. s. ad 240 ccm.(Hahn und Holpert.)
Cherry pectoral von Ayer . Nach Fr. IIoffuann : 93,3 Sirup. Pruni virgin., 11,7Yin. Ipecac., 11,7 Vin. Antimon., 7,8 Tinct. Sanguinar., 0,2 Morph, hydrochlor.
V. Prunus Laurocerasus. s. 280.
VI. Prunus Cerasus. Bd. I, s. 698.
Pulegium.
Gattung der Labiatae—Stacbyoideae—Meutliiiiae, jetzt zu Mentha gezogen:
Mentha Pulegium L. (syn.: Pulegium vulgare Hill.). Heimisch vom Mittel-meergebiet und dem Orient bis Südengland und Südschweden. Stengel aufsteigend, amGrunde wurzelnd, kurzhaarig. Blätter gestielt, oval oder eiförmig, sparsam gezähnt, kahloder kurzhaarig. Blüthen in getrennten Scheinquirlen, Kelch zweilippig, cylindrisch-trichterfürmig, gefurcht, obere Kelchzähne bei der Fruchtreife zurückgekrümmt, der Schlunddurch einen Haarkranz geschlossen. Liefert Herba Pulegii, jetzt obsolet. Vorschriftenvergl. Mentha.
Oleum Pulegii. Oleum Menthae Pulegii. — Poleiöl. — Essence de Pouil-lot. — Oil of European Pennyroyal.
Darstellung. Poleiöl wird in Südeuropa, besonders in Spanien aus dem Krautevon Mentha Pulegium L. destillirt.
Eigenschaften. Gelbes bis röthlichgelbes Oel von intensivem, weinähnlichemGeruch. Spec. Gewicht 0,93—0,96. Drehungswinkel im 100 mm-Kohr —j- 17 bis -)- 23°.Löslich in 2 Thln. Spiritus dilutus.
Bestandtheile. Poleiöl besteht fast ausschliesslich aus einem bei 221—222° C.siedenden Keton C 10 H 16 O, Pulegon. Das Poleiöl ist ähnlich wie das in U-St. offici-nelle Ol. Hedeomae von Hedeoma pulegioides Pers. zusammengesetzt und kann ohne wei-teres an Stelle dieses verwendet werden.
Pulmonaria.
Gattung der Borraginaccae — Borraginoideae — Anehuseae.
I. Pulmonaria officinalis L. In Mittel- und Südeuropa. Perennirend. Blätterder Grundachse zugespitzt, mit langem, schmal geflügeltem Stiel, die unteren herz-eiför-mig, die oberen eiförmig-lanzettlich, am Grunde abgerundet. Stengelblätter sitzend, läng-lich-spateiförmig. Blüthenstand ein Wickel, die Blüthen sämmtlich oder theilweise mitTragblättern. Kelch prismatisch, 5 eckig, 5 zähnig, bei der Fruchtreife aufgeblasen. Blumen-krone trichterig, 5 lappig, Schlund gebärt et. Anfangs roth, dann blau violett. Die rauh-haarigen Blätter liefern:
Folia Pulmonariae (Ergänzb.). Herba Pulmoiiariae maeulosae. — Luugen-kraut. — Feuille de pulmonaire officiuale (Gall.).
Die im Mai gesammelten Blätter werden bei Lungenleiden als Volksmittel ver-wendet.
Auszehrungs- und Lungenkräuter Dr. Redlinö's sind Herba Galeopsidis mitwenig Fol. Pulmonariae.
S chneebekg's Gesundheitskräuter entsprechen annähernd den Species pectoralesc. fructibus Strassbg. (Bd. I, S. 233) mit Island. Moos und Lungenkraut.