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2 (1907)
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247
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Kresolum.

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Es soll viermal stärker antiseptisch wirken als Karbolsäure und wird in ein- bismehrprocentiger Lösung zur Desinfektion von Nachtgeschirren und Instrumenten, in 0,5bis 1 procentiger Lösung zur Wundbehandlung verwendet.

Theeröl -Präparate. Bei der Verarbeitung des Theers und der Theeröle auf Benzin,Toluol, Karbolsäure, Kresole, Naphthalin, Anthracen hinterbleiben flüssige Oele, welche manals Theeröle bezeichnet und die im wesentlichen ans Kohlenwasserstoffen bestehen, aberausserdem noch wechselnde Mengen von Phenolen und Basen enthalten. Diese Abfall-oder Nebenprodukte der Theerdestillationen werden nun zu bestimmten Zwecken unterbestimmten Namen in den Handel gebracht. Es liegt in der Natur dieser Abfallprodukte,dass ihre Zusammensetzung nicht immer die gleiche ist.

C a r I) o 1 i n e u in - A v i: N,v Ii I US. Dieses in grossen Mengen zum Imprägniren von Holzund Mauerwerk, z. B. zur Beseitigung oder Verhütung des Hausschwammes verwendeteProdukt stellt gewisse Fraktionen von der Destillation des Steinkohlentheers dar. Ein vonB. Fischer untersuchtes Carbolineum -AvENARius gab folgende Daten: Spec. Gewichtbei 15° C. = 1,123. Es giebt mit Wasser keine Emulsion und ist mit Alkohol nichtmischbar. Gehalt an Phenolen 33 Proc., an Asche 0,12 Proc. Bei der fraktionirten Destil-lation wurden erhalten: bis 200° 0. = 0 Proc., von 200250° O. == 5 Proc., von 250bis 300° C. = 35 Proc., über 300 = 50 Proc. Destillationsrückstand = 10 Proc.

Saprol. Gemisch von Kohkresolen mit Kohlenwasserstoffen, welche letzteren ver-muthlich der Petroleumdestillation entstammen. Durch letztere ist das spec. Gewicht soweit erniedrigt, dass die Mischung auf Wasser schwimmt. Dunkelbraune, auf Wasserschwimmende Flüssigkeit mit einem Gehalte von etwa 40 Proc. Kresolen. Zur Desinfek-tion von Aborten, Latrinen u. dergl. Giesst man es auf den flüssigen Inhalt der Grube,so bildet es eine gleichmässige dünne Haut, welche den betr. Inhalt von der Luft ab-schliesst.

f Orthodinitrokresolkalium. Antinonnin. C e H ä (OK) (1) (NO.,) 2 (4,6) CHj (2).Mol. Gew. = 230. Dieser auch unter dem NamenSaffransurrogat" bekannte Farb-stoff wird zur Zeit in grossen Mengen zum Vertilgen von Ungeziefer verwendet.

Die Darstellung erfolgt nach dem Verfahren von Nölting und de Saus , indemman Nitro-o-Toluidin in salpetersaurer Lösung mit Natriumnitrit behandelt (diazotirt) unddas hierbei entstandene Diazotoluolnitrat tropfenweise in siedende Salpetersäure fliessenlässt. Es scheidet sich Dinitrokresol aus, welches man durch Neutralisiren mit Kalium-karbonat in das Kaliumsalz umwandelt.

Das Präparat kommt in Form einer rothbraunen, 50 Proc. Orthodinitrokresolkalium,ausserdem Seife und Glycerin enthaltenden Paste in den Handel. Die letztgenannten Zu-sätze erfolgen, um das Austrocknen der Verbindung zu verhindern, welche in trockenemZustande explosiv ist.

Man verwendet das Antinonnin, indem man seine Lösung in 7501000 Th. Wasserzum Bespritzen der von den Nonnenraupen ( Liparis monacha ) befallenen Bäume benutzt.Die Nonnenraupen sterben entweder infolge der direkten Benetzung mit der Lösung, oderindem sie die mit der Substanz überzogenen Nadeln der Bäume fressen.

Die gleiche Lösung wird auch angewendet zur Vertilgung der Schildläuse, Blatt-läuse, Pflanzenmilben. Zur Imprägnirung des Holzes, um dieses vor dem Hausschwammund vor Bohrkäfern zu schützen, dient die wässerige Lösung 1:300.

Autiparasitin. Unter diesem Namen wird eine lprocentige Lösung des o-Dinitro-kresolkaliums in den Handel gebracht.

Pilzwehr von Carl prandtl -München ist eine 5procentigo Lösung von o-Dinitro-kresolkolium mit Zusatz von Seife und Glycerin. Besonders für Brauereien in Aussichtgenommen.

Losophan. Trijodinetakresol C c H(J 3 )OHCII 3 . Mol. Gew. = 486. Die Verbin-dung wird durch Einwirkung von Jod-Jodkalium auf o-Oxy-p-toluylsaures Natrium dar-gestellt.

Eigenschaften. Farblose, geruchlose Krystallnadeln von schwach saurer Reaktion,welche in Wasser so gut wie unlöslich sind. Sie lösen sich, aber immerhin etwas schwierig,in Alkohol, leicht in Aether, Benzol, Chloroform. Bei 60° C. werden sie auch von fettenüelen aufgenommen. In verdünnter Natronlauge lösen sie sich ohne Veränderung au ,