Druckschrift 
2 (1907)
Entstehung
Seite
102
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

102

Jalapa.

aus, kocht die Pressfiüssigkeit mit 2,0 Filtrirpapierschnitzeln auf und stellt aus 350,0 Fil-trat und 650,0 Zucker 1000 g Sirup dar. Münch. Vorschr.: 10 Th. Jaborandiblätterzieht man einen Tag mit 5 Th. Weingeist und 60 Th. Wasser aus und bereitet aus 40 Th.Seihflüssigkeit und 60 Th. Zucker 100 Th. Sirup.

Tinctura Jaborandi (Brit. Gall.). Jaborandi-Tinktur. Teinture ou Alcoolede jaborandi. Tincture of Jaborandi. Brit.: Aus 200 g gepulverten Jaborandi-blättern (No. 40) und q. s. 45vol.-proc. Weingeist bereitet man unter Beleuchten mit 125 ccmim Verdrängungswege 1000 ccm. Tinktur. Gabe 24 ccm. Gall.: Wie Tinct. CocaGall. (Bd. I, S. 869). E. Dietehich: 20 Th. fein zerschnittene Jaborandiblätter, 100 Thverdünnter Weingeist (68proc.).

Aqua aromatlca pilophila. Elixir Vllocarpi (Nat. form.)

Eau de Cologne pilocdme. Haarwuchs- Elixir of Pilocarpus or of Jaborandi.

wasser. Rp. Extracti Pilocarpi fluid. (U-St.) 65 ccm

Rp. Tincturae Jaborandi Sirupi Coffeao (Nat. form.) 1 ) 200

Aquae Coloniensis 100,0, Tinctur. Vanillae (U-St.) 35

Morgens und Abends das Uaar zu bestreichen. Elixir Taraxaci comp, (Nat. form.) 700 ,

l'tisana de folio Jaborandi (Oall.).

Tisane de Jaborandi.

Rp. Fol. Jaborandi 10,0, Aq, ebullient. 1000,0.

Nach l j 2 Stunde auspressen.

Oleum Jaborandi. Jaborandibliitteröl. Das durch Destillation der trocknenJaborandiblätter mit Wasscrdampf in einer Ausbeute von 0,2l,0Proe. erhaltene ätherischeOel hat einen starken, rautenähnlichen Geruch, ist optisch schwach rechtsdrehend und hatein zwischen 0,865 und 0,895 liegendes spec. Gewicht. Der aus dem Oele isolirte undPilocarpen genannte Kohlenwasserstoff C 10 H 18 scheint identisch mit Dipenten zu sein.

Jalapa.

+ Tubera Jalapae (Germ.). Tuber Jalapae (Helv.). Radix Jalapae (Austr.).Jalapa (Brit. U-St.). Rad. Jalapao s. Jalappae tuberosac. Rad. Mechoacannac ni-grae. Jalapeuknollen. Jalapenwurzel. Purgirwurzol. Schwarzer Rhabarber.Julap tuböreux ou officinal (Gall.). Racine de jalap. Jalap.

Die angeschwollenen Wurzeln von Exogonium Purga (Wender.) Benth. (syn.:Iporaoea Purga Hayne). Familie der ConvolvulaceaeConvolvuloideae Con-volyuliiiae. Heimisch in den ostmexikanischen Kordilleren, dort auch kultivirt, ferner inJamaika, Südamerika und Indien.

Beschreibung. Die Droge besteht aus den an der Basis kuglig oder knollig ver-dickten Wurzeln, die im trocknen Zustande bis 200 g schwer werden. Sie sind starkrunzelig, graubraun mit quergestreckten Wärzchen bedeckt. Im Innern ist die Droge sehrdicht und von gleichmässig hornartiger oder zuweilen im Innern mehlartiger Beschaffen-heit. Bruch kantig, muschlig, aber nicht holzig oder faserig. Der Querschnitt zeigt einegraue oder bräunliche Farbe und lässt nicht sehr regelmässige koncentrische Kreise er-kennen. Die hornige Beschaffenheit hat ihren Grund in dem Brühen der Knollen oderTrocknen in heisser Asche, wobei die Stärke verkleistert. Grössere Knollen sind, um dasTrocknen zu erleichtern, oft eingeschnitten. Gestalt kuglig, birnförmig bis spindelförmig.Geruch oft etwas rauchig (infolge des Trocknens über offnem Feuer), Geschmack zuerstfado, dann kratzend. Die Droge ist mit einem dünnen Kork bedeckt, im Parenchymder Rinde fallen in der Nähe des Korkes zahlreiche Oxalatdrusen auf, weiter nach innenfinden sich, oft in radiale Reihen angeordnet, reichlich Milchsaftzellen, die auch im Holzsehr reichlich sind. Siebbiindel sind nur undeutlich zu erkennen. Im Holzkörper erkenntnian, sich unmittelbar an das Cambium anschliessend, kleine, radiale Holzstränge mit wenigen

') 250 g gerösteten und grob gepulverten Kaffee übergiesst man mit 500 ccm sie-dendem Wasser, erhält 5 Minuten im Sieden, presst nach dem Erkalten ab, sammeltdurch Nachwaschen mit Wasser 500 ccm Flüssigkeit und löst darin 750 g Zucker.