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XVIII. Reihe; Juglandales Engl.
Blüthen getrennt geschlechtlich, einhäusig mit einfacher, hochblattartiger Hülle oder nackt. MännlicheBlüthen mit 2—40 Staubgefässen; weibliche mit einem einfächrigen Fruchtknoten, der eine grundständige,aufrechte, ortbotrope, oder eine wandständige, anatrope Samenanlage enthält. Frucht Steinfrucht- odernussartig. Bäume oder Sträucher mit spiralig angereihten Blättern, ohne Nebenblätter.
34. Familie: Juglandaceae Lindl.
Die Blüthen sind durch Fehlschlag getrennt geschlechtlich, einhäusig. Männliche Blüthen: DieBlüthenhülle ist krautig, drei- bis sechslappig, oder sie fehlt. Die Staubgefässe sind meist sehr zahlreich,bisweilen weniger (3—40), sie stehen entweder in 2 Kreisen, oder sind dem Blüthenboden ein- oder zwei-reihig angeheftet; die Fäden sind kurz, die aufrechten Beutel springen mit nach innen gewendeten Längs-spalten auf und werden oft von einem Mittelbandfortsatz Uberragt. Ein Stempel ist selten vorhanden.Weibliche Blüthen: Der Fruchtknoten ist unterständig, einfächrig; er umschliesst eine einzige, auf-rechte, orthotrope, am Grunde angeheftete Samenanlage. Die Blüthenhülle ist kurz vierzähnig oder vier-lappig. Der sehr kurze Griffel spaltet sich in 2 verlängerte, zerschlitzte Narben. Die Frucht ist eineSteinfrucht oder Nuss, deren Deck- und Vorblätter sich bisweilen vergrössern, sie umhüllen oder abfallen;die äussere Schale ist im ersten Falle fleischig oder saftig, sie bleibt der Frucht angeheftet oder löst sichin verschiedener Weise ab; von der Steinschale aus dringen häufig falsche Scheidewände ein, welche dieHöhlung in 2—4 unvollkommene Fächer theilen. Der einzelne, von einer dünnhäutigen Schale um-schlossene Same wird hierdurch am Grunde in 2 oder 4 Lappen getheilt; Nährgewebe ist nicht vorhanden;der Keimling hat die Form des Samens; die Keimblätter sind fleischig, flach oder häufig gerunzelt undin einander gefaltet. — Bäume mit hartem Holze und wässrigem Safte; trotz ihres Keichthums an har-zigen Stoffen besitzen sie keine Harzgänge. Blätter in spiraliger Anreihung, allermeist unpaarig gefiedert.Blüthen in Ähren, die Deck- und Vorblätter sind ihnen häufig angewachsen.
6 Gattungen mit etwas mehr als 30 Arten in der nördlichen gemässigten Zone bis zu den sub-tropischen Gegenden.
JTJGLANS L.
Blüthenhülle meist viertheilig, in den männlichen Blüthen nicht selten mehr oder minder, bisweilenbis auf 1 Blatt reducirt. Staubgefässe 8—40, in 2 oder mehreren Kreisen, oft mit verdicktem Mittelband;kein Stempelrest. Griffel mit linealischen oder lanzettlichen, zerschlitzten Narbenschenkeln. Steinfruchtgross mit fleischiger äusserer und steinharter, gerunzelter Steinschale, letztere mehr oder weniger hochzwei- bis vierfächrig. Same zwei- bis vierlappig mit gerunzelter oder gelappter Aussenfläche. — Bäumemit spiralig gestellten, normal unpaarig gefiederten, grossen Blättern und Blüthen, die in beiden Ge-schlechtern ährenförmig angereiht sind; die männlichen hängend, die weiblichen meist wenigbltithig,aufrecht.
6—7 Arten in der nördlich gemässigten Zone beider Erdhälften.
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