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XII. Reihe: Rhoeadales Endl.
Blüthen aktinomorph oder zygomorph ganz aus Quirlen aufgebaut, nur die Staubgefässe bisweilenspiralig angereiht; die Blüthenhülle in Kelch und Krone geschieden, selten fehlt der innere Kreis; alleGlieder stehen unter dem Fruchtknoten befestigt; Fruchtblätter 2— oo.
23. Familie: Cruciferae Juss.
Die Blüthen sind zwittrig, aktinomorph, vollständig, in den äusseren Kreisen viergliedrig. Die Kelch-blätter sind völlig frei, oft am Grunde ausgesackt, in der Knospenlage zweireihig dachzieglig oder klappigdeckend. Die Blumenblätter haben einen deutlichen Nagel, die Platte ist ganz oder getheilt, entwedersind alle gleich oder die äusseren sind grösser und strahlen; in der Knospenlage sind sie entweder umeinander gewickelt oder sie decken verschieden dachzieglig, selten fehlen sie ganz. Vor den Kelch-blättern linden sich meist vier Drüsen. Typisch sind 6 Staubgefässe vorhanden, doch kann sich die Zahlauch auf sehr viele erhöhen ( Megacarpaea ) oder es fehlen einige; im ersten Falle sind stets zwei kleiner,welche seitliche Stellung einnehmen, die vier grösseren stehen im schrägen Kreuz d. h. den Blumenblätterngegenüber. Die Fäden sind pfriemlioh, bisweilen mit Anhängseln versehen; die linealischen oder pfeil-förmigen, dithecischen Beutel sind in der Mitte befestigt, springen in Längsspalten auf und kippen bis-weilen Uber. Der Stempel wird aus 2 (selten 3—4) rechts und links stehenden Fruchtblättern zusammen-gesetzt; die meist zahlreichen Samenanlagen sitzen an dem Rande der Scheidewand. Der Griffel ist baldlänger, bald kürzer und endet in 2, meist über die Scheidewand fallende (Commissural-) Narben. DieFrucht wird, je nach dem Verhältnisse der Länge zur Breite, Schote oder Schötchen genannt; sie ist kapsel-artig und springt mit 2 Klappen auf, wobei die Samen entweder in den Klappen bleiben oder an den ver-dickten Rändern der Scheidewand (dem Replum) sitzen bleiben; bisweilen ist sie auch durch markige,dicke Querwände gefächert und bricht dann in einzelne nicht aufspringende Stücke (Gliederhülse, Lo-mentum.) Der Same hat meist kein Nährgewebe; der Keimling ist gekrümmt sehr ölreich, die Keim-blätter sind planconvex und fleischig und haben zu den Wtirzelchen eine verschiedene Lage.
Einjährige Kräuter, Stauden, selten Sträucher mit einfachen oder Sternhaaren bekleidet oder kahl.Blätter einfach, oder nicht selten mehr oder weniger tief getheilt, gewöhnlich spiralig angereiht, ohneNebenblätter. Blüthen in Trauben, allermeist ohne Deckblätter, nach obenhin verkürzen sich die Stiele der-selben soweit, dass die Blüthenknospen in einer Ebene liegen (Doldentraube, corymbus).
Die Zahl der Gattungen wird sehr verschieden, je nach dem engeren oder weiteren Begriff auf150—200 angegeben; die Zahl der Arten beläuft sich auf über 1500, welche über die ganze Erde bis indie Polarregion und auf die höchsten Berge verbreitet sind; die meisten finden sich im Mittelmeergebiet undin West-Asien.
COCHLEARIA Linn.
Kelchblätter kurz, gleich, horizontal. Blumenblätter mit sehr kurzem Nagel. Staubgefässe aufrecht odergekniet. Schötchen sitzend oder bisweilen kurz, selten länger gestielt, kugelförmig oder ellipsoidisch; dieKlappen bauchig gedunsen, geädert, selten gerippt. Samen meist wenig zahlreich, ellipsoidisch mit glatteroder gehöckerter äusserer Haut; das "Wurzelchen liegt gewöhnlich derart an den Keimblättern, dass es