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3 (1899) Die Choristopetalen. 2
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XI. Reihe: Parietales Lindl,

Blüthen meist aktinomorph, nicht immer quirlig, sondern nicht selten wenigstens theilweise spiraligaufgebaut, häufig mit zahlreichen Staubgefässen, mit meist doppelter, in Kelch und Krone geschiedenerBlüthenhülle, selten fehlt diese. Fruchtblätter nicht immer vollkommen zu gefächerten Fruchtknoten ver-bunden, Samenträger oft wandständig.

19. Familie: Dipterocarpaceae Engl.

Die Blüthen sind stets aktinomorph und zwittrig, vollständig und fünfgliedrig; sämmtliche Organe sindeinem breit Scheiben- oder kegelförmigen Blüthenboden eingefügt. Der Kelch besteht aus 5 sehr regel-mässig quincuncial dachig deckenden Blättern, welche sehr häufig ungleich gross sind, seltener sind die-selben verwachsen zu einem becherförmigen Körper, wobei die Zipfel nur schwach decken. Staubgefässesind 5oo vorhanden, welche in einem oder mehreren Kreisen stehen, die dithecischen Beutel sind nachinnen gewendet, die Theken bisweilen asymmetrisch, sie springen in Längsfalten oder endständigen Porenauf und werden meist überragt von einem für die Unterscheidung der Formen wichtigen Mittelbandfortsatz.Der Fruchtknoten ist stets dreifächrig, in jedem Fache befinden sich 2 hängende, anatrope Samenanlagen,welche dem Binnenwinkel der Fächer in der Mitte oder am oberen Theile angeheftet sind. Die Fruchtist eine fast stets einsamige Nuss, in der die Reste der übrigen 5 Samenanlagen gewöhnlich kenntlicherhalten bleiben; das Nährgewebe fehlt fast stets in dem reifen Samen, dessen fleischige Keimblätterzweilappig und gestielt sind. Bäume, selten Sträucher mit einfachen, ganzrandigen, lederartigen, ge-stielten Blättern und in der Eegel kleinen, abfälligen, bisweilen aber auch grossen, stengelumfassendenBlättern. Die Blüthen bilden zunächst sehr regelmässige Wickeln (Borragoide), die meist als einseits-wendige Trauben bezeichnet werden und wieder zu nicht selten sehr umfangreichen Rispen zusammen-treten; die Begleitblätter sind meist klein und hinfällig, selten grösser und bleibend. Die Neutriebe, so-wie die meisten Blüthentheile, sind meist mit einfachen, einzelligen Haaren oft seidig bekleidet. In denZweigen verlaufen rindenständige Leitbündel; Harz- und Balsamgänge sind im Marke allgemein verbreitet.

Sie umschliessen 16 Gattungen mit 310320 Arten, die fast nur in den Tropen Ost-Asiens (mit %der Zahl der Arten), in geringerer Zahl Afrikas vorkommen.

DIPTEROCARPUS Gärtn. fil.

Kelch becherförmig mit 5 sehr ungleichen Zipfeln, von denen die äusseren viel grösser sind. Die 5in den Knospen sehr eng eingerollten und desshalb asymmetrischen Blumenblätter, sowie die zahlreichenStaubgefässe, am Grunde des Kelchbechers befestigt; Staubbeutel bisweilen um den Griffel spiralig ge-wunden, mit meist symmetrischen Beuteln und langen, fadenförmigen Mittelbandfortsätzen. Fruchtknotenbehaart; die Fächer nehmen nur den grundständigen Theil ein, der obere ist dicht und bildet ein Stilo-podium; Griffel fadenförmig mit stumpfer Narbe. Frucht nussartig, einsamig; der Same besitzt meist eingrundständiges Nährgewebe; Keimblätter gefaltet, oft bis zu einer fast unauflösbaren Masse vereinigt;allgemein wird die Frucht von dem heranwachsenden Kelchbecher umschlossen, auf welchem die vergrössertenKelchblätter sitzen; 2 derselben sind zu grossen, adernervigen Flügeln herangewachsen.

65 Arten, die von Vorder-Indien und Ceylon bis zu den Philippinen verbreitet sind.