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3 (1899) Die Choristopetalen. 2
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XV. Reihe: Centrospermae.

Blüthen regelmässig, gewöhnlich zwittrig mit einer einfachen oder in Kelcli und Krone gesondertenHülle. Staubgefässe entweder so viel oder doppelt so viel wie Bllithenhüllblätter, im ersten Falle vorihnen, bisweilen mehr oder nur einzeln. Fruchtblätter einzeln bis viele, gewöhnlich verbunden zu einemeinfächrigen Fruchtknoten, der einzelne oder viele meist campylotrope Samenanlagen umschliesst. Keimlinggekrümmt.

31. Familie: Chenopodiaceae Lessing.

Die Blüthen sind klein, zwittrig oder vielehig oder getrenntgeschlechtlich, regelmässig. Die einfacheBlüthenhülle ist häufig grün und krautig, seltener häutig, häufig aus 5 (14) mehr oder weniger ver-bundenen, dachziegelig deckenden Blättern zusammengesetzt; zur Fruchtzeit bleibt sie und verändert sichnicht selten. Staubgefässe sind so viele wie Bliithenhüllblätter vorhanden; sie stehen vor ihnenr, sind freioder verwachsen, dem Bltithenboden oder einem Discus eingefügt, zwischen ihnen stehen bisweilen An-hänge des letzteren, welche man früher für Staminodien ansah; die Beutel sind eingebogen und springenmit nach innen oder seitlich gelegenen Längsspalten auf. Der Fruchtknoten ist ober- selten halbunter-ständig, einfächrig und umschliesst eine einzelne, grundständige, an einem meist verlängerten Samenträgeraufgehangene, campylotrope Samenanlage. Die Frucht ist nüsschenartig, geschlossen oder sie springt miteinem Deckel auf. Der Same enthält einen kreis- oder hufeisenförmig, bisweilen spiralig aufgerolltenKeimling, der das mehlige Nährgewebe umgiebt; die Keimblätter sind meist schmal, bisweilen schon imSamen grün. Kräuter oder Stauden, seltener Sträucher oder kleine Bäume mit meist spiralig an-gereihten, bisweilen fleischigen Blättern, ohne Nebenblätter; bei einigen sind die Blätter auf die gezähntenScheiden reducirt, wobei die Axen stark gegliedert und fleischig werden. Blüthen sehr klein und un-scheinbar, selten einzeln, gewöhnlich zu knäuelartigen Cymen verbunden, die wieder oft Rispen bilden.

Etwa 75 Gattungen mit 420 Arten, die hauptsächlich salzhaltige Orte der beiden gemässigten Zonenbewohnen.

BETA Linn.

Blüthen regelmässig, fünfgliedrig, vielehig. Blüthenhülle fünfblättrig, krautig, Hüllblätter auf demRücken gekielt, mit den Spitzen kappenförmig eingebogen, Knospenlage dachziegelig. Staubgefässe 5,vor den Blumenblättern, am Grunde zu einem drüsigen Discus verschmolzen; Fäden oben gegliedert;Beutel dithecisch, nach innen gewendet, mit Längsspalten aufspringend. Fruchtknoten halbunterständigeinfächrig, niedergedrückt, mehr oder weniger dreikantig; Samenanlage fast sitzend, campylotrop; Nar-ben 3 oder mehr, spreizend, kurz und dick. Frucht etwas fleischig oder verhärtet und dem steinartig er-härteten Blüthengrunde aufsitzend; endlich öffnet sie sich mit einem Deckel. Same eiförmig, zusammen-gedrückt, sehr kurz geschnäbelt, glatt; Keimling mehr oder weniger vollkommen kreisförmig; er umgiebtrandlich das mehlige Nährgewebe. Ein- bis zweijährige, kahle Kräuter mit fleischiger Pfahlwurzel.Blüthen grün, in wenigbliithigen, achselständigen Knäulen, welche Ähren oder Rispen bilden.

56 Arten, hauptsächlich im Orient verbreitet, eine auch an der Seeküste Europas.

Berg u. Schmidt, Officinelle Gewächse. HI.

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