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Juglans regia Linn.
Tafel 130.
Ein hoher Baum mit unpaarig gefiederten, drei- bis fünfjochigen Blättern; Blättchen eioblong, zu-gespitzt, ganzrandig, später kahl; Frucht eiförmig bis kugelrund, kahl, dunkelgrün, heller punktirt; Samevierlappig.
Juglans regia Linn. Spec. pl. ed. I. 997; Pleuck, Offiz. Pfl. t. 572; Schkuhr, Handb. t. 302; Nouv.Duham. IV. t. 47; Lam. Illustr. genr. t. 268, 269; Nees, Düsseid. Abb. t. 96; Woodc. Med. pl. I. t. 90 ;Hayne, Arzneigew. XIII. t. 17; Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharm. I. t. 98; Nees, Gen. IV. t. 27; Ledeb.Fl. Boss. I. 507; Willk. et Lange ) Prodr. Fl. Hisp. III. 476; Godr. et Green. Fl. Fr. III. 113; Boiss.Fl. orient. IV. 1160; Pari. Fl. Ital. IV. 206; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschreib. VIIT"; Köhler,Medizinalpfl. t. 4; Ilook. ßl. Fl. Brit. V. 595; Flück. Pharmacogn. 689; Baill. Bot. med. 1345. Fig. 3349—3353; Engl, in Nat. Pflanzenfam. III. (1.) 24.
Wallnussbaum ; englisch: Wallnut tree\ französisch: Noyer.
Der Baum wird bis 20 m hoch und trägt auf einem runden, später mit rissiger, grauer Binde be-kleidetem Stamme eine runde, weit ausladende Krone; das braune Holz ist hart und oft schön gemasert.Die jüngeren Zweige sind mit glatter, grüner, von hellen Lenticellen (KorkWärzchen) punktirter Bindebekleidet, das Mark ist gefächert; nur in frühester Jugend sind sie mit einem sehr kurzen, dünnen, rost-braunen Überzug von einfachen und Köpfchenhaaren bekleidet, der bald schwindet.
Die Blätter sind spiralig angereiht, unpaarig drei- bis fünffach gefiedert, sie werden bis 40 cmlang; der kräftige Stiel ist am Grunde beträchtlich verdickt, halbstielrund, wie die Spindel und oberseitsflach, in der Mitte sehr seicht gefurcht, auch er ist, gleich den Zweigen, in der Jugend bekleidet, späterkahl. Die Fiedern stehen, zumal die unteren, meist abwechselnd, sie sind fast vollkommen sitzend, ob-long oder elliptisch, kurz zugespitzt, spitz oder stumpflich, am Grunde spitz, mehr oder weniger un-symmetrisch; meist sind sie vollkommen ganzrandig; auch sie sind beim Austrieb beiderseits kurzfilzigund drüsig behaart, verkahlen aber bald, nur die Nervenachseln bleiben kurz bärtig behaart, hier liegenMilbenwohnungen (Domatien). Nebenblätter fehlen.
Die männlichen Blüthenstände sind lange, ziemlich dicke, walzig runde, hängende, nach derVollblüthe bald abfällige, dann schlaffe und geschwärzte Ähren, die aus dem vorjährigen Holze hervor-treten. Ihr Platz ist in den Achseln der abgefallenen Blätter; nicht selten treten 2 solcher Ähren auseiner Blattachsel, dann ist die zweite aus einer unteren Beiknospe hervorgegangen; ebenso ist oft nocheine Laubknospe vorhanden, welche die Stelle einer oberen Beiknospe einnimmt, sodass in den Achseln3 Knospen übereinander stehen. Die Ähren werden bis 10 cm lang und haben bis 1,5 cm im Durchmesser,sind sitzend und dunkelgrün. Die Blüthen sind spiralig angereiht und gleichfalls sitzend; die schein-bar einfache Blüthenhülle wird aus sehr verschiedenen Gebilden zusammengesetzt. Zunächst findet manan dem äussersten, der Anheftungsstelle der Blüthe gegenüber gelegenen Ende zwei übereinander stehendeBlätter; von ihnen ist das äussere das der Blüthe angewachsene Deckblatt, das innere aber ist ein echtesBlatt der Blüthenhülle; auf dieses folgen, wenn man nach der Spindel des Blüthenstandes vorschreitet,die zwei Yorblättchen der Blüthen, dann 3 weitere Blätter der Hülle. Wir haben also eine Blüthe voruns, welche von dem Deckblatt und 2 Vorblättern begleitet und aus 4 im aufrechten Kreuz gestelltenBlüthenhüllblättern gebildet wird. Nicht immer sind diese übrigens voll entwickelt, es kann vorkommen,dass deren nur 2 vorhanden sind, dann liegen sie regelmässig in der Flucht des Deckblattes, zu ihm alsovorn und hinten: auf diese Weise erklärt sich die Angabe der Floren, dass die Blüthenhülle fünf- bissiebenspaltig sei. Staubgefässe finden sich 12—36; sie sind dem Grund der Blüthenhülle angeheftet,haben sehr kurze Fäden und im Umfange elliptische, innen mit zwei Längsspalten aufspringende Beutel,
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