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Hennig's Commentar und Wörter-Buch zu allen Pharmacopöen : ein unentbehrliches Hülfsbuch für Ärzte und Apotheker sowie für Studirende der Medicin und Pharmacie zum richtigen Verständniss jeder Landes-Pharmacopöe
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Oxykrensüure — Oxyoid.

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per, sondern mit Sauerstoff verbundene Salzsäure. — Oxvgenüoste-resis, is. die Beraubung des Sauerstoffs, EntsauerstoITung, Desoxygenalion (v. otvyivuov [oxyyeneion], der Sauerstoff, u. arigrjai.<; [stere-.<!.«], die Beraubung). — OxvgeniosteretlCUS, a, um, adj., die Ent-sauerstoffung betr., dazu gehörig, davon herrührend. — Ogygenium,i, n., der Sauerstoff, das Oxygen, Säure erzeugender Sauerstoff, ein vonPr.iestley 1774 entdeckter, chemisch einfacher, nicht metallischerKörper (v. oji's [oiys], sauer, u. yivväo) [gennao], erzeugen, indemman früher meinte, es sei die einzige Ursache alles Sauren auf derWell). — Oxygeno, ävi, Utum, Sie, Sauerstoff erzeugen. — Oxy-genoide, nach Duflos alle diejenigen Stoffe, deren chemisches Ver-hallen dem des Sauerstoffs ähnlich ist. — Oxygenometrie, Oxyme-trie, Eudiometrie, die Lehre von dem Sauerstoffgebalt der atmosphä-rischen Luft.

Oxykrenanure, die sich aus der Veränderung der Quellsäure unterAbsorption von Stickstoff u. Sauerstoff u. unter Abgabe von Wasser bil-dende Säure.

Oxylapathum, i. n. (seil. Lapnthum acutum), der spitze Saueram-pfer, die Grindwurz, Mengelwiirz, Citronenwurz (Humex acutus L.) (v.öji'i? [oa7j/.v], spitz, scharf, sauer, u. >.a7Za&or f lapathori], der Ampfer).

Oxylgan, nach h ober ein er das Sauerstoffgas.

Ox\'mel, ellis, «., der Sauerhonig, Honig mit Essig vermischt (v. o£i5?[oxyt], sauer, u. viel, der Honig).

Oiymel ncriiginin ( Vngt. Aegyptiae.um, l'ng. .4erugtni«), Grunspan-sauerhonig. Nach der l'h. Auslr. wird \ Pfd. gepnlv. Grünspan mit2 Pfd. Essig ^ Stunde gekocht, liltrirt u. die Flüssigkeit mit 16 UnzenHonig zur Syrupsconsistenz eingekocht.

Oxyinel seillltlcuni, Meerzwiebelsauerhonig. Aus 1 Pfd. Meerzwie-belessig u. 2 Pfund ger. Honig, im Dampfbade bis zur Syrupsdicke ab-gedampft, bereitet. Es sei klar, gelbbraun, von bittrem u. saurem Ge-schmacke. Prüfung: Polirtes Eisen verräth: Kupfer. (DieSauerhonige müssen an einem kühlen Orte aufbewahrt werden. Die imO. scillit. bisweilen sich absetzenden Krystalle bestehen aus citronen-saurem u. gerbesaurem Kalk u. Honig.)

Oxymel simples, einfacher Sauerhonig. Aus rohem Essig 1 Pfd.und 2 Pfd. ger. Honig bereitet u. geprüft wie der vorige.

Oiymetrum, i, n., das Oxymeter, der Säuregehaltmesser (v. öji's[oajys], sauer, u. / ietjiov [metrori], das Mass).

Oxymorphiunt, l )das sich in dem wässrigen Extracte des türkischenOpiums bildende Coagulum; 2) der nach Abscheidung aller Alkaloide zu-rückbleibende Opiumtheil.

Oxymuria», ätis, m., ein oxydirt-salzsaures Salz. — Oxymuriati-CUS, a , um, adj., oxydirt-salzsauer, chlorhaltig, mit Chlor verbunden; manmeinte nämlich früher, das Chlor sei mit Sauerstoff verbundene (oxy-dirte) Salzsäure; z. B. Oxymurias Hydravgyri, oxydirt-salzs. Quecksil-ber (Hydr. mur. corrosiv.).

Oxyngluui, i, n., das Fett, die Wagenschmiere.

Oxyocaugis*, is, f., ein höherer Grad der Verbrennung (v. öjv?[oiys], heftig, u. »tiüros [ftatwis], das Brennen).

Oxyoid, nach Jonas der Act der Brennbarkeit des Wasserstoffs,welcher nur darauf beruht, dass derselbe sich mit dem Sauerstoff derLuft vereinigt, also oxydirt u. Wasser bildet.