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Hennig's Commentar und Wörter-Buch zu allen Pharmacopöen : ein unentbehrliches Hülfsbuch für Ärzte und Apotheker sowie für Studirende der Medicin und Pharmacie zum richtigen Verständniss jeder Landes-Pharmacopöe
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Ovillus — Oxalamid.

lanzettförmig-eirund. — Oväto-oblongUS, «, um, adj., länglich-rundoder eirund. — Oväto-oblÜSUS, a, um, adj., stumpf-eirund. — Oväto-subrotundus, a, um, adj., etwas rund, -eirund. — Oväto-trigönus, a,um, adj., kreiselförmig-eirund. — Oväto-tubulälllS, a, um, adj., röh-renformig-eirund. — OvätO-turbiflätUS, a, um, adj., kreiselförmig-ei-rund. — Ovätus, a, um, adj., eirund, eiförmig, von der Gestalt einesEies; z. It. folium ovatum, ein eirundes Blatt, das ein wenig länger alsbreit ist u. eine breitere Basis als Spitze hat, wie bei Plantagomajor L.

OvilluM, a, um, adj.. was vom Schafe kommt; z. B. sevum ovillum,Hammeltalg.

Ovlpnra, örum, n. pl. (animalia), die eierlegenden Thiere (v. ovum,das Ei, u. pario, gebären).

Ovts, is, c., das Schaf (v. ot'c [#<«], das Schaf).

Ovttluiii, i, n. (Dimin. v. ovum), das Eichen, kleine Ei. — Ovum,i, Tl. , dae Ei; ovum philo sophicum, bei den Alchemisten 1) ein zur Bereitung geheimer Präparate dienender eiförmiger Kolben; 2) das goldhaltigeEisenerz, woraus die Tinct. mortis solaris bereitet wurde (wegen derEierfarbe).

Oxalamid. Oxamid, entsteht durch Destillatioc des kleesauren Am-moniaks.— Oxalas ,äiis,»u., ein sauerkleesaures Salz, die Satierkleesäure.— Oxalamylsäure erhält man durch erhitzten Amylalkohol mit Oxal-säure im Ueberschuss u. darnach Sättigung mit kohlensaurem Kalk.— OxaIleus, a, um, adl., Kleesäure enthaltend, kleesauer, oxalsauer; z.B. aci-dum oxalicum, die Sauerkleesäure; Kali oxalicum, das kleesaure Kali.

Oxalis, Idis, f., der Sauerklee (10. Ol. 5. 0. L.\ Oxuleae nat. F.);

z. B. Oxalis Acetosella L. — Ovaliutll s. -Sal Acelosellae ( Bioxalas halicus cum Aqua), Sauerkleesalz. (Oxalis Acetosella I■., gemeiner Sauerklee, Hasenklee, 10. Cl. 4. 0. O.-ulideae nat. Kam. Abb. s. WinklerTaf. 11.) Aus obiger, so wie aus Oxalis uorniculata L. u . Kumex ace-tosa J»., gemeiner Sauerampfer (Abb. s linke Flora, Leipz. b. Polet),die alle in ganz Deutschland wachsen, wild durch Abdampfen des ausge-presslen Saftes u. Krystaliisireu das Sauerkleesalz gewonnen. 50 Pfundaus 100 Pfd. Sauerklee erhaltener Saft geben nur 8 Loth reines Salz;es wird dies bes. in der Schweiz, auf dem Harze u. dem Thüringerwaldebereitet u. besteht aus zweifach oxalsaurem Kali. Wegen seiner schnelltödtenden Wirkungen sollzur Vertilgung der Tintenflecke, wozu es gewöhn-lich gebraucht wird, anstatt desselben die Weinsäure verabreicht wer-den. Bei Vergiftungen mit demselben sollen weder Brechmittel nochverdünnende Mittel (da die verdünnte Säure noch schneller tödten soll,als die concentrirte) angewendet werden, sondern sofort kohlens. Kalk(Kreide) oder Magnesia. In dem bei Vergiftungen Ausgebrochenen, indem Inhalte des Magens etc. lässt sich die Oxalsäure durch salzs. Kalk,schwefeis. Kupfer u Salpeters. Silber entdecken. — Oxalsäure, die Sauer-klee- od. Kleesäure, auch ZuckersUure, ist an Kali im Sauerklee QOxalisAcetosella) gebunden. — Oxalursäure erhält man durch Zersetzung derParabansäure mit löslichen Basen beim gelindesten Erwärmen. — Oxa-methan wird durch die Wirkung des trocknen Ammoniakgases auf Oxaläther hervorgebracht. — Oxamethylan-oxalsaures Metltyloxyd Oxa-mid entsteht, wenn oxalsaures Metyloxyd in einem Strom von trocknemAmmoniakgas geschmolzen erhalten wird, bis es sich mit dem Gase ge-sättigt hat u. zu einem weissen krystallisirlen Körper erstarrt. — Oxa-