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Nuces moscliatae — Nuces vomicae.
Buchnüsse, Uucheckern, v. Fagus sylvatica L., enthalten reichlich einwohlschmeckendes Oel u. wurden deshalb sonst zur Bereitung einerSamenmiliih gebraucht. ■ — N. vel Sem. Hippocastani, Bosskastanie(v. Aesculus Hippocastanum L.\ von Ilufeland als Surrogat der Chinaempfohlen. — N. Juglandis iinmaturae, unreife Wallnüsse, dieFrüchte von Juglans regia L.
\uceü moscliatne, Muskatnüsse (Myristica moschata Thunb.) (22.Ol. 13. O. L. ; Myristiceae nat. Fam. Abbild, s. Winkler Taf. 207).Ein sich ursprünglich auf den molukkischen Inseln (bes. auf den Banda-inseln) findender Baum, der bis u. Uber 30 Fuss hoch wird. Die Früchtereifen erst 9 Monate nach der Blüthe, und es giebt ein ISjähriger Baum3 Pfd. Muskatnüsse u. , Pfd. Macis. Die Steinfrucht des Baumes istnindlich-birnförmig, fleischig u. etwas wollig, mit einer Nalb versehen,einfächiig, 2klappig. Die rundlich-eiförmige Nuss ist am Grunde derFrucht befestigt, mit einem feueriothen, vielspaltigen, lederartigen Arillus(Macis) bedeckt u. gefurcht. Gute Muskatnüsse müssen schwer undfettig sein, mit einer heissen Nadel durchstochen ein gelbliches Oel aus-schwitzen u. beim Durchschneiden nicht zerbröckeln. Angefressene,wurmstichige, durch Destillation oder Ausziehen mit Weingeist einesTheiles ihres GewürzstofTes beraubte müssen verworfen werden. Aus-ser diesen runden (die man früher Weibchen nannte) kommt noch eineSorte längerer (Ii bis 2"), bedeutend grösserer, noch mit der hartenSchale umgebener Muskatnüsse vor, diese (früher Männenen genannt)stammen von Myristica tomentosa u. sind von schwächerem, mehr derSassafrasrinde ähnlichem Gerüche. Von guten Nüssen geben Mi Unzen1—2 Loth äther. Oel u. durch Auspressen den achtenj selten den fünf-ten Theil Mnskatbalsam. — N. Pitteae, Pinien oder Pinioleu, die Früchtevon Pinus Pinea L. — N. Pistaciae ( Amygdalae virides), Pistazienod. syrische Pirnpernüsse, die Samen von Pistavia vera L., eines inPersien u. Syrien wachsenden Baumes, welche wie die vorigen als Man-deln angewandt werden. —; N. purgailtes (Arellana purgatrix, Beenmagnum ), Purgirniisse, die Früchte \on Adenoropium multifidum Pohl.,eines 8—12' hohen Strauches in Südamerika. (Man vermuthet, dass dasin neuerer Zeit aus Brasilien gekommene amerikanische Iiicinusöl,Brechöl oder Pinhoenöl, daraus bereitet wird, indem man dasausgepresste Oel dieses Samens mit Ricintisöl mischt, welches dadurchdie jdraslischen Kigenschaften erhält.) — N. QuerCUS, v. GlandesQuercus. — N. Uegiae, v. Frudus Juglandis.
Xuce« vomicae, Krähenaugen. ( Strychnos tiux \-omica L. 5. Cl.1. 0.; Apocyneae nat. Fam. Abb. s. Winkler Taf. 126.) Der nie-drige, sehr dicke u. knoi««je Baum trägt an der Spitze der Aeste schmu-tzig weisse Blumen u. eine rundlich-eiförmige Frucht, von Farbe undGrösse einer Orange, die in ihrem weissen, wässerig-schleimigen,schwammigen Marke 8—10 Samen trägt. Diese Samen selbst sind kreis-rund, meist 8—10"' im Durchmesser, eingedrückt u. auf einer Seite ge-nabelt, die Samenschale aussen grau, mit aschfarbig silbergrauen, glän-zenden, angedrückten Haaren besetzt, innen schwarzbraun, der Kern(Eiweisskörper) weiss, hart, zähe. Die Samen werden aus Ostindien,wo der Baum einheimisch ist, gebracht, u. es müssen dieselben (we-gen ihrer hefligen narkotischen Wirkung) vorsichtig aufbewahrt werden.Die heftige Wirkung der Samen beruht vorzüglich auf ihrem Gehalt vonStrychnin (s.d.), ausserdem emhallen dieselben_auch noch Brucio.