776 Laurocerasus.
Höllensteines als eins der stärksten adstringiren-den Aetzmittel hei unreinen, fistulösen Geschwü-ren , schwammichten Auswüchsen, Muttermälernu. s. \v.
Luurocerasus. Prunus Laurocerasus L,Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche.
Ein Baum, welcher im südlichen und östlichenEuropa einheimisch ist, l>t:i 11ns aber nur in Gür-ten gebaut, jedoch durch Steckreiser leicht fort-gepflanzt wird, Auf der (sola bella stand ein• -Iiher ßauin dicht unter meinem Fenster, des-sen Zweige bis ins zweite Stock giengen, wo ichwohnte. In seinem Aeuisern ähnelt er mehr denLorheer- als Pflaumenbäumen Die ISiä 11er sindcchön grün, fett, glänzend, mit stumpfen Spitzenbesetzt. Die Türken sollen, wie ich bei F orsitrlese, die Früchte ohne Nachtheil essen. In denApotheken brauchen wir nichts, als das aus denfrischen Blättern destillirte Wasser, Aqua laurocerasi,ein Arzneimittel, welches im Gerüche und Ge-schmacke den .bittern iAIandeln, Pfirsc.hen - undPfUumenkernen und ähnlichen Früchten bei-Iiommt. [Der Bestandtheil, welchem es seineWirkungen fast ausschließlich verdankt, ist dieBlausäure ( Acidttm borttssiitwi s. z'iotinicuni ), diesich in ihren Eigenschaften, besonders in medi-cinischer Hinsicht, von allen übrigen Säuren be-trächtlich unterscheidet, und von einigen neuerenChemikern auch wirklich nicht mehr als eine
Sälire