Lapis infernalis, Höllenstein.' 775
Salpetersäure aufgelöst, verfertigt und in eigenenFormen gebildet werden. Sie sind innerlich undim Bruche weifslich glänzend, slrahlenfömig, voriGeschmack scharf ätzend, bitterlich. In dreiTheilen destillirten Wassers löset es sich vollkom-men auf. Mit Zucker oder Magnesie läl'st er sichauch zu Pulver zerreiben. Will man ihn in Pil-lenform geben, so löset man ihn mit Wasser aufund mischt ihn zu Brodkrutnen , arabischemGummi, Extrakte etc. Erst in den neuern Zei-ten hat man dieses heftige, ätzende und zerstö-rende Mittel, was man sonst nur äufserlich an-wendete, innerlicli zu gehen versucht. Vorzüg-lich waren es schwere chronische Nervenbe-schwerden, in denen man Gebrauch davon ge-macht hat. Anfangs giebt man aber immer nureinen halben Lis einen Gran, nach und nach hatman aber auch 4 bis 5 Gran zur Gabe täglich ei-nigemal angewendet. Auf diese Weise hat manes in der Epilepsie, irn Veitstanz, im Krampf-asthma und mehrern langwierigen Nervenübelnmit Nutzen gegeben. Ich selbst habe ganz kürz-lich erst ausgezeichneten Nutzen von demselbenbei einicen Epileptischen gesehen, bei denen Zink-bliithen und Kupfersalmiak umsonst gegeben wor-den. Ich habe mich dabei folgender Mischungbedient:
Lapid. infernal, gr. X.
Extr. Ghamom. dr. duas,
M. F. Pil. gr. I. S. Abends und Morgens fünfStück zu nehmen.
Bekannt ist der aufs er liehe Gebrauch des
Hol-