684 Glycyrrhiza.
Tinctura Gtntumae , wird Mos als Magen-
m.'ffel , zu dreifsig Lis hundert Tropfen, ge«braucht.
Glycyrrhiza s. Liquiritia. Glycyrrhizaglahra und echinata L. Süfsholz.
Dieses Gewächs, wovon wir in den ApothekenLlos die Wurzel brauchen, findet sich häufig inden wärmern Sandgegenden Spaniens, Frank-reichs, Italiens und Deutschlands. In Böhmen undFranken, besonders im ßarnbergschen, hauet manviel davon. Die Wurzel ist! sehr verschieden inRücksicht auf ihre Stärke, meistens etwas mehroder weniger als Fingers dick. Sie darf nichtzu jung und nicht zu alt seyn. Ist das letzte, sowird sie holzicht und bitter. Auch wird sie durchzu langes Kochen bitter. Ihren süfsen Geschmackriecht man schon, wenn ich so sagen darf. Aus-wendig sieht sie schwarzbraun, inwendig schön«elb. Sie ist erweichend, einwickelnd, nährend,nur sehr wenig stärkend und auflösend. Manbraucht sie vornehmlich:
1) in Brusthrankheiten, wo viel krank-hafter, entzündlicher Keiz abzustumpfen, Erre-gung zu mindern, Schmerz zu besänftigen, Hu-sten einzuwickeln ist. Diefa findet vornehmlichLei Lungenentzündung statt« Das Süfsholz kannman von Anfang bis zu Ende der Krankheit brau-chen; anfangs mit Wcllblumen und Klatschrosen,
w ei-