Belladonna»
nicht gerinnbar ist. Der Schlund und die Ner-venscheiden, besonders die Sehnerven, sind ent-zündet. — Die Hilfe bei dieser Vergiftung er-fordert die schleunigste Entleerung de* Giffes,aber nicht durch die gewöhnlichen Brechmittel,sondern durch lauwurme Milch, Seifen.'uflösungoder Oel. Als Gegengift der Belladonna hat unsdie Erfahrung vorzüglich den Essig kennen ge-lehrt, der aber in sehr reichlicher iVIen^e gegebenwerden mufs. Kann der Kranke ni ht schluk-ken, so bringt man ihn in Klystiren bei •, so wieüberhaupt erweichende Klystire und warme Ba-der von greisem Nutzen sind, womit man auchkalte Umschlage auf den hopf verbindet. Gegendie Übeln Folgen, welche nach der Vergiftungzurückbleiben, ist starker Kaffee das beste MittelSo wie es aber fast keine Giftpflanze giebt,die wir nicht zugleich als Heilmittel schätzenmüfsten, so ist auch die Belladonna in dieserHinsicht sehr wirksam und wichtig. Man hrau^htvon ihr die Wurzel und das Kraut. Die erstewirkt heftiger, mufs folglich in etwas kleinererGabe gegeben werden, als das letzte, benies sindStark auflösende und betäubende Mittel. IhreWirkung geschieht meistens durch Schweifs undStuhlgang, seltner durch Urin. Eint; ordentlicheGabe verursacht Dunkelheit vor den Augen undSchwindel; zu grofse Gaben inachen Blindheitund Verwirrungen des Verstandes. Von der Wur-zel fangt man bei Kindern mit einem Achtel-bei Erwachsenen mit einem Gran an, wovonman bei ersteren zu einem, bei letzteren zu fünfGran steigen kann. Die Blatter können immerin der doppelten Quantität, und darüber gege-ben