Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
Seite
74
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

74

Einleitung.

dikal wirken eigentlich nur die letzteren, dochmachen sie defswegen jene nicht entbehrlich, auchläfst sich nicht einmal bei allen bestimmen, aufwelche Art sie eigentlich wirken. Hierzu gehörendie meisten bitteren [Wittel, besonders von sehrunangenehmer Bitterkeit, wie Fei tauri, Absynthium,Tanacetum, Putamina nticwn juglav.dum u.a.m.; diearomatischen Mittel von starkem, widrigem Ge-ruch, Valeriana, Santotiicum, Castoreum, Succinum,Petroleum u. dgl. m.; dia reizenden Purgirmittel,besonders Quecksilber, Jalappa, Helleborus liigtr,Gummi Guttae, G ratio Li, Colocyntbis ; auch anderescharfe Mittel, als AUium , l'iäx was , Sabbadilia,/isa foetida u. dgl. m.; salzige Mittel, besondersHelmintochorton ; einige Metalle, besonders der Ei-ser. - und Zinkvitriol; und endlich einige mecha-nisch wirkende Mittel, wie die Zinnfeile, rnetal-h-iches Quecksilber, oder die Ilaare des Dokchotptttriens.

XIX, Harntreibende Mittel ( Diurt-ticti ). Hierunter verstehen wir solche Mittel,welche durch eine eigentümliche, direkte Wir-kung auf die Urinwerkzeuge eine erhöhte Thatig-keit derselben, und eine vermehrte Absonderungdes Urins hervorbringen. Sie wirken zum Theildurch Beförderung der Absonderungen überhaupt,zum Theil aber auch nur durch specitisch er-höhte Thätigkeit der Urinwerkzeuge, von wel-cher die vermehrte Absonderung nur eine Folge,aber , nicht allemal nothvvendige Folge ist; undaus der letzteren Ursache ist es auch zu erklären,dafs wir oft, wenn aus Lähmung, Erschlaffungund Unthätigkeit der Urinwerkzeuge eine über-mälsig vermehrte Urinabsonderung eingetreten

ist,