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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
Entstehung
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321
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kin allgemeines Aderlaß nöthig ist ; denn in solchen Fäl«len würde auch der geringste Zusatz von Reihung großenSchaden lhun. Folglich besonders in der ersten Ent->stehung solcher Lokalenlzündungen, oder, wenn im be-dürfenden Falle das Aderlaß schon hinreichend geschehenist, und die Entzündung fortdauert. In beyden Fällenist diese örtliche Schwächung, die zugleich den Ueberrestder krankhaft erhöhten Erregbarkeit des Theils aufzehrt,von außerordentlichem Rußen, wodurch dem Krankenvieler Blutverlust erspart (denn ehedem suchte Man die»sen Effekt durch wiederholte Aderlässe zu bewirken) undmanche Folg« der Entzündung, örtliche Stockung, Ver-härtung, Vereiterung verhütet wird. Ich halte diese Benu»tzung der Vesikalorien, die wir Pringle verdanken , füreine der wichtigsten und wohlthätigsten Erfindungen derneuern Zeilen. Bey dieser Anwendung muß dasZugmittel so nahe wie möglich dem leidenden Orte undgroß gelegt werden, und allemal bis zur reichlichenAusleerung liegen. Denn hier ist ja eben örtlicheSchwächung die Absicht, und ich habe immer gefunden,daß dadurch erst ihre Wirkung recht entscheidend undkritisch wurde, wenn man sie bis zum starken Blascnzugliegen ließ.

b. Auch bey asthenischen Lolalaffcklionen, eS«gen nun Krämpse oder Entzündungen seyn, sind sie sehrheilsam, als örtliche Reitzmiltel apolicirt; nur mit derBedingung, daß man in diesem Falle die Ausleerungdurch den Blasenzug vermeiden muß. Doch kommt hierdie Beschaffenheit und der Grad der Schwäche s.hr inBetracht. Es giebt einen Grad von geringer u!>d irri-tabler Schwache (wie er z. B. oft nach örtlichen Cnt.zündungen zurückbleibt), der noch immer sehr nahe anSlhenie grenzt, wo eine durch örtliche Neberreitzung be.Wirkte Aufzehrung der zu großen Erreabarkeit sehr heil«sam seyn kann, und wo es also nützlich seyn wird/

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