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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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299
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Noch wichtig« wird dies, wenn schon schädlicheStoffe und Materien im Körper enthalten smd, derenGegenwart einen nachlheiligen Einfluß auf denselben h»l.Hier kann die Ausleerung dieser Materien alle die Krank«heilen heilen, die ursprünglich dadurch erzeugt werden.Dahin gehören mechanische und chemische Fehler derMaterie, und alle dadurch erregte krankhafte Reaktiv«nen , ja selbst Schwächen , wenn sie Folgen einer schäd.»ichen, und direkt schwächenden materiellen Potenz find.

4. Die Ausleerungen und ihre Beförderung könnenzur ableitenden und antagonistischen Methode dienen, inso fern sie entweder dem Antrieb der Säfte eine andereRichtung geben, oder eine vorher unterdrückte Auslee.rung wieder herstellen, oder durch eine andere ersetzen,und auf d ese Weise die Krankheit heilen, welche durchjene Unterdrückung entstanden war.

§. 182.

Es erhellt hieraus, was von der schwachendenWirkung der Ausleerungsmittel, und von der Furchtfür denselben zu halten sey, die jetzt von manchen ebenso sehr übertrieben wird, als ehedem die Vorliebe da-für. Das Resultat ist folgendes:

1. Ausleerungen schwächen zwar, in so fern siedem Leben etwas entziehen, aber sie haben zugleich nochandere wichtige Wirkungen auf die Organisation, unddiese können für den Zweck wichtiger, und in dem Cr.folge heilsamer seyn, als jene schwächende Wirkung.Wer wird sic.', z. B. dadurch abhalten lassen, bey hart-näckiger Leibesoerstopfung den Stuhlgang, und bey Urin«Verhüllung den Urin auszuleeren, weil diese Ausleerungschwächend ist. Aber so viel gebietet diese Rücksichtimmer, daß man bey Anwendung eines Ausleerungsmil»lels immer auf den Grad der Schwäche sehe, und wenndiese groß ist > entweder die Ausleerung unterlasse, oder,

wenn