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Z. Die Gewohnheit. Sie kann die Reitzfahigkeitentweder für alle Reihe oder für einzelne so abstumpfen,daß sie zuletzt nur wenig Wirkung thun. So kann derBrandweintrinker sich zuletzt so unempfindlich machen,daß die stärksten Reiße gar keine Reaktion mehr erre-gen. So nimmt der Orientale zuletzt zwey DrachmenOpium, ohne die narkotischen Wirkungen davon zu em»vsinden, die uns schon zwey Gran erregen.
4. Der Ort der Anwendung. Hier kommt diespecifische Reitzfahigkeit und das verschiedene Verhältnißdes Organs zum ganzen Organismus in Betracht, wo>durch es möglich wird, daß das nämliche Mittel in ei«nem Organ sehr heftige, in einem andern wenig odergar keine, in einem dritten specifisch - modificnte Wir-kungen erregt, ja daß ein Mittel für ein Organ Gift,für das andere eine unschädliche Arzney seyn kann. 3.B. der Brechweinstein erregt im Magen die heftigstenKonvulsionen, das Auge, die Zunge reiht er sehr we<mg. Das kohlensaure Gas, die flüchtige Schwcftlsau»re sind tödliche Gifte, in die Lunge gebracht, auf denMagen wirken sie als wohlthätige Arzneymittel. DasViperngift ist tödlich, wenn es in die Haut gebracht wird,ganz unschädlich, wenn es dem Magen avvlicilt wird.
Z. Die Menge oder Dosis. Sie macht in derWirkung einen außerordentlichen Unterschied, so daßnicht allem, nach dem schwacher» oder stärker« GradeKe» Dosis, auch der Grad der Wirkung starker oderschwächer ist, sondern auch dadurch ganz verschiedene,ja entgegengesetzte Wirkungen erzeugt werden können.Diese Verschiedenheit hat einen doppelten Grund.
Einmal in der durch die verschiedene Dosis ver.änderten Reaktion. Eine mäßige Dosis eines Rcitzmit«lelS erregt emen mittlern Grad der Thätigkeit, einestärkere einen sehr heftigen mit allen seinen Anomalien ,eine» noch stärkere kam, Erschöpfung der Kraft und ganz-
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