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Durch die Vernachlaßigung dieser Unterscheidungsind viel Irrthümer in die Heilmillellchre und w dieganze Medicin gekommen, und eine Menge Widersplü»che entstanden. Man weiß, wie viel Streit über dieerhitzende und kühlende Kraft des Kumphers und Dpi«ums entstanden ist , aber der Widerspruch hebt sich bald,wenn man die nächste und entfernte Wirkung beyderMittel unterscheidet.
§> >5.?>
Das einzige absolute bey der Wirkung eines Heil,mittels ist sein« innere Qualität und Kraft. Alles übri-ge ist veränderlich, und folglich das Resultat, die Wir»kung , immer relativ : denn da zur Wirkung auch Reak-tion des lebenden Körpers ( §. 44.) gehört, und diese,so wie die Bedingungen der Anwendung, veränderlichsind < so muß auch das Resultat dieser immer zusnmmen-gestZlen Operation verschieden ftyn. Die Umstände,welche die Wirkung eines Mittels bestimmen und modi»sielren, sind folgende:
1. Die individuelle physische Beschaffenheit desSubjekts, worauf gewillt wird. Seine grössere obergeringere Erregbarkeit, seine lrocknere oder schlaffereKonstitution, bestimmen so lehr die Wirkung, daß einMittel, waS der torvide Körper vielleicht gar nicht em»pfindet, den irritablen bis zu Konvulsionen reißen kann.So der Unterschied der Wirkung eines Mittels im kind-lichen Alter, im Mittelalter, und beym Greise im ge-sunden und kranken Zustande. — Hieher gehören auchdie Idiosynkrasien, wodurch es möglich wird, daß beymanchem ein Miltcl ganz eigenthümliche, sonst nirgendszu bemerkende, Wirkungen erregt. Z, B.die Rhabar-ber, die Cikula erregt bey manchem das heftigste Er-brechen, der Kampher Ohnmachten,
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