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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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vermuthen, daß diese spec'sische Empfäligüchkeil Ursprung-lich nur für die Aufnahme solcher Stoffe, die die orga»nische Materie ersetzen können (Nahrungsstoffe im weit»läuftigsten Sinne), eingerichtet sey. Sa sie aber, sowie jede Lebensäußerung den allgemeinen Gesetzen beiLebens und der organischen Veränderungen unterworfenist, so muß sie auch, eben so, wie bey den Sekrelions-organen eine Umstimmung erleiden können, so daß, sowie in solchem Falle ein Sefrelwnsorgan eine ganz spe-cifisch verschiedene Materie absondern kann, das einsau-gende Gefäß auch andere Stoffe einsaugen kann, alsdie, für die es ursprünglich orgauisirt war. Ja es istfolglich möglich, daß schon durch Gewohnheit diese spe-cifische Eigenschaft eine Umänderung erleiden, und folg-lich ein Stoff, der anfangs nicht auftiehmbar war, durchforlgestzte Applikation es endlich werden könne, worinvielleicht der Grund liegt, daß bey manchen äußerlichenApplikationen z. B. so viel auf das lange fortgesetzteEinreihen ankommt.

Was das zweyte, den mit dem Uebergange ver-bundenen, und ihn vorbereitenden chemischen Prozeß be.trifft, so scheint es, daß nichts in uns übergeht, was nichtvorher eine gewisse chemische Bearbeitung erfahren hat, die,da sie nach organischen Gesetzen geschieht, und den Ma-terien einen organischen Charakter mittheilt, die Assimi»lalion gekannt wird. In eiaigen Organen, der Lungeund dem Dannkanal ist dieser vorbereitende Prozeß sehein die Augen fallend, es sind eigene Vorrichtungen undeigene Reagentien (der Magensaft im Magen, die Gal-le und der pankrealische Saft in den Gedärmen) dazubestmlmt, und eine chemische Zerlegung der Materienin ihre Grundstoffe, und eine neue Bindung derselbennach der organischen Chemie zu bewirken. Bey derübrigen c'ußcrn Oberfläche, der Haut und den damit zu«fan'.menhangcndcil Höhlungen ist dieftr chen

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