Ich bemerke hierüber folgendes:
i. Das, wa? zusammengesetzte Krankheit scheint,ist es oft nicht in Beziehung auf den Grundcharakt« .sondern nur auf die Form und Aeußerung: d.h. es en-siirt nur ein pathologischer Grundcharakter ün Kranken,und die pclschiedenen Krankhcitszustande siid nur oer,schiedene Aeußerungen des nämlichen Grundübels, durchdie Form oder den Ort verschieden modificirl. Hier al-so bleibt die Grundidee der Heilung auch einfach. DieWirkungen und Aeußerungen fallen ja weg, sobald dasGrundübel gehoben ist.
2. Es sind wirklich mehrere wesentlich verschiedenekranke Zustande vorfanden, welche auch meßrel'e wesent-lich verschieden? Heilarten verlangen. Ja es kann ge.schchen, daß sich die hier nothwendigen Behandlungs»arten sogar widersprechen. Z B. die venerische Krank'heil ist mit dem Skorbut verbunden; das venerische Uebelvellangt den Gebrauch des Quecksilbers, der Skorbutverbietet ihn, ja er kann durch Quecksilber tödllich ge-macht werden. Oder es ist ein asthenisches Fieber miteiner Indigestion oder gastrischen Ansammlung verbun-den ; der asthenische Zustand verlangt Stärkung unj»verbietet alle Ausleerungen, der gastrische Zustand hin-gegen kann nur durch Entfernung dir schadhaften Mate»rien gehoben werden.
Es fragt stck nun, nach welchen Gesichtspunktenkann hier eine rationelle zusammengesetzte Heilung insti<tuirt werden?
i. Auch hier verhallen sich oft die v?rschiedeneliKrankheitszustände, obgleich wesentlich verschieden, alsWirkung und Ursache zu einander, d.h. der eine ist ent-fernte Ursache des andern , z. B. Würmer, Vechopfun-gen und Verhärtungen im Unlerleibe sind entfernte Ur-fachen der Hyoichondrie, Epilepsie und andere Nerven»krankh.'iten. Hier müssen die Regcln dcsKausalv.'rhäls.
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