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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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neue Kr^nkyeit, die schlimme? und hartnäckiger seynkann als die erste, und es ist dieser g/mZß oft eine ganzneue Kurarl nöthig. Doch hat die Heilung bey allenmetastalischen Krankheiten zwey Hauplrückstchlen zu neh.men, einmal,die Lebenskräfte Zu statten uno ins Gleich»gcwicht zu setzen, zweptcns, den fehlerhaften Zustandder Materie zu verbessern, weil das Wesen der unvoll-kommenen Krise theils in einem nicht völlig wiederher-gestellten Gleichgewicht des ReitzoerhältnißeS (die allgc<meine Krankheit ist eine örtliche, die örtliche ist eine an»tcre örtliche geworden, und dadurch gehoben), theils ineinem Ucberrcste des materiellen Krankheilszustandes liegt,welcher letztere zwar zuweilen blos dynamisch (durch Ver-besserung der Lebenslbäligkcil) gehoben werden kann, zu-weilen aber eine besondere materielle Behandlung vel>langt, z. B. Beförderung natürlicher Ausleerungen oderErregung künstlicher , besonders der künstlichen Geschwü.re. Es ist ein auf alle Erfahrungen gegründeter Satz,daß hartnäckige metastatische Uebel durch eine Lokaleite-rung, die zuweilen die Natur selbst in Gestalt cinrS Ab.scefsts erregt, oder in Ermanglung dessen d>> Kunsthervorbringt, am gründlichsten geheilt werden.

§-43-

Es siebt einfache und zusammengesetzte (komplicir-le) Krankheiten. Auch die Heilung muß also bald ein-fach bald zusammengesetzt seyn, nur mit der Erinnerung,daß nicht jede zusammengesetzte Krankheit auch eine zu-sammengesetzte Heilung e>fordert. Die Komplikationenund die dadurch entstehenden Widersprüche in dem Hei«lnngsverfahren sind allerdings einer der schwierigsten Punk,le der PrcM. Der jüngere und unerfahrne Praktikerpflegt sie weit häufiger anzutreffen, als der ältere undgeübte, der das Wesentliche vom Formellen und Zufäl-ligen zu unterscheiden weiß.

Ich