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key andern durch Diarrhöe, bey andern durch Nasen-bluten , durch Schnupfen «.
Es könnte nun aber die Frage entstehen, ob esdemnach nicht rathsam wäre, alle Krankheiten der Na»lur zu überlassen, und die Kunst folglich ganz zu eni>behren. Aber unerachtel ohne Beyhülfe der Nalmlhä-ligkcit keine künstliche Hülfe möglich ist, so kann dochauch zuweilen die Nolurlhätigkeit ohne künstliche Hülfeihren Zweck nicht erreichen, und immer kann sie wenig»siens durch die Kunst unterstützt, und erleichtert wer»den. Die genauere Be/l/mmung ist folgende:
i. Wenn die Natur überhaupt ihre Integrität ver«loren hat, und das ganze Leben der Menschen ei« ano°malischer und erkünstelter Zustand geworden ist; dannkönnen wir auch jene normale Naturwirkung in Krank-heiten nicht mehr erwarten, die nur das Eigenthumeine» unverdorbenen und regulären Natur ist. Daherhängt das Bedürfniß der Kunst, und folglich der Aerztemit der Zunahme des LuMs, der Verfeinerung und derSillenlostgkeit zusammen. Rom halte und brauchtekeine Aerzte in den ersten Jahrhunderten der Republik.Jetzt hingegen ist es das Schicksal fast aller höhern undverfeinerten Mcnschenklassen, fast aller Sladlebewohner,daß ihre Natur schon jenen Grad von Kraft und regnlä»rer Wirksamkeit verloren hat, der zur Allcinhülfe inKrankheiten hinreichend ist. Ein künstliches Leben erfor»derl auch künstliche Heilung.
2. Die Reaktion der Natur bey Krankheiten kannso eraltill werden, daß Selbstaufreibung oder Verletzungeines edeln Theiles die Folge ist. Hier kann die Kunstdurch schwächende Mittel sicherer und schneller den Gradvon Schwache hervorbringen, der zur Heilung nöthig
ist.