Druckschrift 
Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
Entstehung
Seite
543
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

i

Mandelkleie.

543

den übrigen kleinen Steinzellen der Epidermis massig verdickt, meist an dergewöhnlich vorgewölbten Aussenwand und an den Seiten stärker als au derInnenwand, reich getüpfelt, an der Oberfläche dicht fein- und grobpunktirt. Inder Fläche erscheinen die Epidermiszellen polygonal oder gerundet-polvgonal(Fig. 263, II).

In den dünnwandigen und zum Theil auch in den sklerosirten Zellen findetsich, in letzteren neben Luft, ein spärlicher brauner oder braungelber, auf Gerb-stoff reagirender Inhalt und auch die Zellwand wird durch Eisenchlorid schmutzig-grün gefärbt. Zum Theil findet sich auch Stärke in den epidermalen Steinzellen.

2. Mittelschicht. Zunächst unter der Epidermis 25 Reihen dünnwandigerpolyedrischer Parenchymzellen (3075[i) mit in Kalilauge rothbraunem Inhalt(Fig. 261, Hp) ; in einzelnen kleineren Zellen Kalkoxalatdruscn (K) ; weiterhin eincollabirtes, in den inneren Partien lacunöses Parenchym, an Durchschnitten alsbrauner Streifen, darin Gefässbündel (am Querschnitte quer elliptisch) mit sehrzahlreichen engen (912 u) abrollbaren Spiraltracheen (G), begleitet von Kanimer-fasern mit Einzelkrystallen (Ü24 u., meist Combinationen, Zwillingen, auchDurchwachsungen) und wenig gut entwickelten Drusen.

]\1 a u d e 1 * a in e ]i.

Aus dem Cotrledonarparencliym. a Aleuronkörner, g Globoide, /." Krystalloide, r Ro-

setten von Kalkoxalat, s Solitär mit einer Kalkoxalatrosette.

3. Innere Epidermis (Fig. 261 u. Fig. 263, XIII, .7), einreihig, klein-zellig; Zellen am Querschnitte vierseitig, tangential gestreckt (T = 15, R=5fJ.),in der Fläche polygonal (9löp) mit feinkörnigem, auf Gerbstoff reagirendem,in Kalilauge rothbrannem Inhalt.

Auf der Innenseite folgt noch ein hyaliner Streifen am Querschnitte, einecollabirte und verquollene Gewebsschicht mit Andeutung der Zellenlumina inForm von tangentialen Spalten (Fig. 261 u. Fig. 263, XIII, N). Cochenille färbtsie violett.

Eine gute Uebersicht der Gewebsschichten gibt Chlorzinkjod. Die Membrander Skiereiden der äusseren Epidermis wird gelb, der Inhalt gleich jenem derinneren Epidermis schwarzblau, die hyaline Schicht beiderseits des Kährgewebesblassblau, die Membran der Nährgewebszellen blau , ihr Inhalt goldgelb gefärbt,gleich der Cuticula zwischen der inneren Epidermis und der hyalinen Schicht.Die Zellmembranen der Mittelschicht, soweit sie nicht gebräunt sind, nehmeneine schmutzig-violette Farbe an.

Mikroskopische Charakteristik der Mandelkleie(Fig. 263). Die Mandelkleie besteht der Hauptmasse nach ansTrümmern des farblosen Gewebes des Keims, speciell der Keimlappenans polyedrischem dünnwandigem Parenchym mit Aleuronkörnern