Leinsamenkuchenmelil.
Erklärung zu Fig. 200.Leinsam en.
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I Ouer-u II Längenschnittspartie aus der Testa und den äusseren Theilen des Nährgewebes.
fr. > Schloiniopidermis, H snbepidermale Parcnchymschicht, Sc. Skiereidonschicht, Q Quer-zelienschicbt PPigmentschicht, N Nährgewebe (Endosperm). — IllStüokder Epidormis (fip.Jxmddes subepideräalen Parenchyms (H) der Testa in der Flache. — IV Partie der Sklcrcidenschichti^r > mit den darunter folgenden comprimirten zartzelligen Gowobsschichten (Q) in derFlächenansicbt. - V .Eine Gruppe von Skiereiden (Sc.) mit Querzellen in der Mäche -VT Stück der Querzellenschicht mit der einwärts tolgcnden gleichtalls zartzelligen Gewebslagefür sich in der Fläche. — VII Partie der Pigmentschicht in der Fläche. — VIII Einzelno/eilen und VIII' einzelne Zellinlialtsmassen aus dieser Schicht. — IX und IX' Stucke des\-'ihi-e-ewcb«parcnchvms in der Fläche. — X Partie des Querschnitts aus der Peripherie derTuueuseito des Koimlappons. Ep. Oberhaut. — X' Stück des Keimgewebes. — XI Sklerelden-gruppe im Querschnitte. - III—X aus dem Pulver.
(L = 12—18, K = 6—7-5a; in der Fläche bis 30p.) mit einem homogenen roth-braunen Inhalt, welcher leicht in toto, mit dem ümriss der Zelle, ans dieserherausfällt in Wasser und Alkohol unlöslich, beim Kochen in Kalilauge wenigstenszum Theile löslich ist. In nicht völlig reifen frischen Samen enthalten dieseZellen eine dickliche gelbbraune, mit Eisensalzen sich indigoblau färbende
Flüssigkeit. .,,.,. . ■ , ,. -,•
II Kern. Nährgewebe (Endosperm), am reichlichsten entwickelt um dieBadicula' ein Parenchym ans ziemlich derbwandigen isodiametrisch-polyedrischenfarblosen Zellen (Fig. 260, I, II, N, IX u. IX') von ca. 15—30a im Durchmessermit Aleuronkömern und Oelplasma als Inhalt.
Die Keimlappen zeigen (Fig. 260, X) unter der kleinzelligen Epidermis(Fp ) ein sehr regelmässiges Parenchym ans am Querschnitte meist sechsseitigen,vorwiegend radial etwas gestreckten dünnwandigen Zellen (E = 18-24 ;j, T = 7'5bis15 u.) mit ähnlichem Inhalt wie die Endospermzellen. Die Aleuronkorner hier meistdeutlicher und die grösseren oft mit mehreren Krystalloiden als Einschluss (zumTheil gut entwickelt, rhomboederförmig).
Mikroskopische Charakteristik des Haarlinsenmehlcs(Fi,»' 260). Die Hauptmasse bilden Stücke des farblosen Keim-gewebes, zumal des Parenchyms der Cotyledonen (X, X'), Frag-mente des Nährgewebes (IX, IX') mit Aleuron im Fettplasmaund diese Zellinlialtsmassen selbst in Klumpen, Haufen und Ballenneben farblosen Oeltropfen.
Dazu kommen als besonders charakteristisch und in dieAugen fallend überall im Gesichtsfelde sich findende polygonale, meistgerundet-viereckige rothbraune Pigmenttafeln, die Inhaltsmassender Pigmentzellen, sowie diese selbst einzeln (VIII u. VIII') und inganzen Flächenstücken der Pigmentschicht (VII; Zellen polygonal,oft vierseitig, ihre gelbliche derbe Wand dichtgetüpfelt, einenhomogenen braunen Inhalt einsehliessend), ferner Stücke derFaserschicht mit anhängender Querzellen- und der ihr folgendenobliterirten zartwandigen Zellschicht (IV, V), oft auch m Com-bination mit der Pigmentschicht, Fragmente der Schleimepidermismit der subepidermalen Parenchymschicht (III) und einzelnefarblose polygonale Bruchstücke von Epidermiszellen mit derCtiticula, auch wohl Fragmente der Testa mit allen Schichtenderselben.
An mit Aether-Alkohol behandelten Proben des Pulvers lassen sich, be-sonders durch Färbung mit Cochenille (auch mit Naphtylenblau), sehr schön dieAleuronkorner mit ihren Einschlüssen beobachten.
Der Aschengehalt des Leinsamenkuchenmehles wurde mit 9'41°/ 0 (3'83%Sund) ermittelt.