Guarana (Pasta Guarana).
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7. Guarana (Pasta Guarana).
Ein coffeinhaltiges Genussmittel, bei uns als Heilmittel ge-braucht, aus Südamerika, hergestellt aus den Samen von Paul-linia sorbilis Mart.. einem Kletterstrauche aus der Familie derSapindaceae, indem man sie schwach röstet, zerreibt oder zer-stosst und mit Wasser zu einem Teig knetet, aus welchem dannmeist walzenrunde Formen hergestellt und an der Sonne oder beischwachem Feuer getrocknet werden.
Im Handel findet sich die Guarana in circa 1—3 Dm. langen,4—5 Cm. dicken, cvlindriscben, wurstähnlichen Stücken, welcheschwer und fast' steinhart. an der Oberfläche etwas glänzenddunkelrothbraun, auf der körnig-muscheligen Bruchfläche gleich-massig rothbraun oder durch eingestreute, matt weisslich-grauegröbere Samenfragmente fast von mandelsteinartigem Aussehen sind.
Das hellröthliche. geruchlose, schwach bitterund etwas herbeschmeckende Pulver erscheint, unter dem Mikroskop unter Wassergeprüft, zusammengesetzt:
1. Aus isolirten oder noch in Complexcn (von 2 und mehr)vereinigten. im allgemeinen rundlichen oder gerundet-eckigen,häufig an den Seiten verbogenen oder eingedrückten Zellen von40—150 y- Länge, respective Durchmesser mit farbloser, meistgequollener Membran, gefüllt mit Stärkekörnern, grösstenteils inmehr oder weniger stark verquollenem Zustande, neben einerspärlichen blassröthliehen oder gelblichen, zum Theil feinkörnigen,auf Gerbstoff reagirenden, mit Cochenille sich röthenden Grund-masse, in manchen Zellen die Stärkekörner weniger stark ge-quollen, zum Theil gut erhalten: selten sind Zellen mit ganzintacten Stärkekörnern.
2. Aus Zellinhaltsmassen, die aus den zerrissenen Parenchym-zellen herausgefallen sind: zusammengeballten, verquollenen odereinzelnen deformirten oder wohlerhaltenen Stärkekörnern. Letzteresind einfach und regelmässig (meist zu 2-3) zusammengesetzt,1-5— 5-lOp. (die Zwillinge bis 12;x) lang, die einfachen Körnereiförmig, eirund, besonders häufig rundlich-3seitig und birnförnug,auch kugelig, bohnenformig etc. Dazu gesellen sich
3. Zerstreute., im ganzen seltene, aber niemals fehlende, mehroder weniger stark verdickte Sklerenchymelementc (Stein-zellen) mit -eibgefärbter, von Porenkanälen durchsetzter Wandund meist Luft, seltener eine formlose braune Masse führendemLumen. Sie entstammen der Samenschale und haben meist eineGrösse von 20-45^, obwohl einzelne bis 70f* Länge erreichen.Im allgemeinen sind'sie kleiner als die Stärkemehlzellen. Manfindet sie zwischen diesen einzeln oder seltener noch in kleinenGruppen beisammen. Viele sind isodiametrisch- oder etwas ge-streckt-polyedrisch, manchmal prismatisch (palissadenförinig oderstabförmig), zuweilen an den Seiten ausgeschweift oder mit zalm-förmigen Fortsätzen und grossen fensterartigen Tüpfeln in der