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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Kaffeeblätter.

muss mindestens 33% Extra et (durch heisses Wasser aus-

ziehbare Trockensubstanz), sowie mindestens 10% (grüner Thee),respective 7 - 5% (schwarzer Thee) Gerbstoff enthalten. Guter Theeenthält durchschnittlich 2% Coffein (schwarzer mehr als grüner);jedenfalls darf der Coffeingehalt nicht unter 05% herabsinken.*)Künstliche Färbungen z. B. mit Campecheholzextraet, Catechuu. a. werden im wässerigen Auszuge, mineralische Zusätze in derAsche nachgewiesen. Eine Beimengung von bereits gebrauchtemThee ist nur dann erwiesen, wenn der Extract- und Gerbstoff-gehalt, sowie der in Wasser lösliche Antheil der Asche auffallendvermindert ist. Kunstproducte, wie der oben erwähnte Liethee, ent-rollen sich in heissem Wasser gar nicht zu Blättern, sondern zer-fallen in kleine Bruchstücke.

2. Kaffeeblätter.

Die Blätter des Kaffeebaumes (siehe Kaffee) sind länglichoder eirund-länglich, in den 10—12 Mm. langen Stiel verschmälert,vorne spitz, zugespitzt, zuweilen in eine kurze ausgerundete Spitzevorgezogen, 8—18—20 Cm. und darüber lang, 4—6 Cm. breit, ganz-randig oder höchstens wellenrandig, einnervig mit unter wenigspitzen Winkeln entspringenden schlingläufigen Sccundärnerven,kahl, glatt, oberseits glänzend dunkel-, unterseits hellgrün, nurwenig lederartig (Blattdicke circa 210—240 a), geröstet braun bisschwarzbraun. Geruchlos.

Bau dorsivontral. Oberhaut beiderseits grosszellig (54—60bis 75 jj.) aus in der- Fläche wellig-buchtigen, an der Oberseitezum Theile polygonalen Zellen mit ziemlich dünnen knotigen Seiten;ihre Aussenwand am Querschnitte ist nicht besonders stark ver-dickt und von einer dünnen Cuticula bedeckt. Spaltöffnungen nurunterseits, in der Fläche elliptisch (30—45 a lang), in der Ebeneder Epidermis, jede von 1—2 schmalen bogenförmigen, an derAussenseite oft etwas welligen Nebenzellen umgeben. Palissaden-schicht einreihig, dicht, ihre Zellen schlank (30—45a lang, beicirca 12 a Breite), in der Fläche gerundet-kantig. Stellenweise sehrdeutliche Aufnahmszellen mit Uebergang zum Schwanimparen-chym; dieses circa 5 Zellen (120 a) hoch, typisch.

Im Primärnerven am Querschnitte ein kreisrundes oderquerelliptisches Gefässbündel mit strahligem, ein Markparenehymeinschliessendem, ringsum von dünnwandigem Phloem umge-benem Holzkörper. In der Peripherie des Phloeins einzelne undlocker gehäufte, im oberen Theile reichlichere, am Querschnittepolygonale dickwandige Sklerenchymfasern. Solche, zum Theilknorrig selbst in den kleinsten Gefässbündeln; diese der oberenEpidermis genähert, dicht an oder im Palissadenparenchym liegend.Besonders in ihrer Nähe, aber auch sonst im Mesophyll Krystall-sandzellen.

*) Entw. für den C-dex alim. Austriacus, Cap. V.