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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Tlice. Chinesischer (russischer) Thee.

letzten Ernte vergleicht Tichomirow, wegen der ausschliesslichalten und derben Blätter, mit dem Conguthee Ceylons, der gering-sten und billigsten Sorte.

Der erste Process in der Theebereitung ist das Welkender geernteten Blätter. Dies geschieht im Kleinbetriebe, indemman sie in flachen Körben der Sonne aussetzt oder auf einemrauchfreien Feuer vorsichtig erwärmt, bis sie ihre Elasticität ver-loren haben, schlaff geworden sind und sich mit der Hand ballenlassen. Die zweite Procedur ist das Kneten und Pollen derwelken Blätter. Die noch nicht entfalteten Blätter, aus welchenPeccothee besteht, werden mit den Händen gerollt, sonst aberdas Kneten und Rollen mit den Füssen besorgt. Dies geschiehtin flachen Körben, in welche man die welken Blätter in 34 Cm.hoher Schicht bringt und durch Treten und Reiben mit den Füssenquetscht und rollt, wobei eine grünlichbraune Flüssigkeit (Thee-saft) heraustritt. Bei Verarbeitung grösserer Quantitäten bringtman die Blätter in leinene oder baumwollene Säcke, welche dannvon den Arbeitern, eventuell zu wiederholtenmalen, mit den Füssenbearbeitet, getreten, gequetscht und gewalkt werden.

Durch einfaches Trocknen der gerollten Blätter im Schattenerhält man grünen Thee. Zur Herstellung des schwarzen Theeswerden die gerollten Blätter einer leichten Gährung, Fermentation,unterworfen, welche sie in mit Tüchern bedeckten Bambuskörbenin 34 Cm. hoher Schicht während einiger Stunden durchmachen,worauf sie, in flachen Körben ausgebreitet, in der Sonne oderüber leichtem rauchfreiem Feuer getrocknet werden.

In den Fabriken (von Ning und Wunin) geschieht dasWelken der Blätter in auf Oefen vorsichtig erwärmten Körbenunter Umrühren mit der Hand. Nach etwa einer halben Stundebringt man sie auf Tische mit etwas erhöhtem Rande. wo

mit den Händen wie ein Teig

geknetet

und der

Länge

sienach

nicht ge-

gerollt werden, wobei sie nur wenig Saft verlieren. Dienügend gerollten Blätter werden nochmals erwärmt und dann ge-rollt. Die Fermentation der gerollten Blätter erfolgt in der obenangegebenen Weise, das darauf folgende Trocknen über schwachemfreiem Feuer auf besonderen Oefen, wo sie etwa eine halbe Stundeunter Wenden und Umrühren mit der Hand verweilen, bis siespröde und schwarz geworden sind. Es folgt sodann die Sortirungdurch Siebe mit verschiedener Maschenweite, die Reinigung mitWurfmaschinen, eine endgiltige Durchsiebung und die Mischungverschiedener Sorten für den Handel.

Die Abfälle bei der Theegewinnung, die Haare und Bruch-stücke (Chussian, Dust der Engländer, der Theestaub), kommennach lviukiang und Hankeu zur Fabrication des Ziegelthees oderbis London zur Coffeinfabrication.

Nach Tichomirow''s Erkundigungen liefert die dortige Frühlings-ernte nur zwei Handelssorten, nämlich Pecco und eine dem SouchongCeylons entsprechende Sorte aus den völlig entfalteten Blättern.