Wurzelgemüse.
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sammengezogen oder auslaufend, an der Oberfläche in den oberenPartien meist auffallend gefärbt: rotli, blauroth, violett etc., sonstweiss oder gelblich. Geruch und Geschmack rettigartig. Wasser-gebalt 92, Aschengehalt 0"75%.
9. Kohlrübe, Steckrübe, von Brassica Napus L. c. Napo-brassiea L. (Cruciferae). Eine dick-rübenförmigc Hauptwurzelmit den unteren Stengelgliedern durch die Cultur zu einem oftsehr umfangreichen, bis mehrere Kilogramm schweren eirundenoder eiförmigen, knollenartigen Körper verschmolzen, an derOberfläche weisslich, gelblich oder braunröthlich, im Innern meistgell dich, sehr fleischig. Geschmack milde, süsslich.
10. Meerrettig, Kren, von Cochlearia Arnioracia L.(eultivirt oder verwildert; Cruciferae). Stücke der bis armdicken,mehrköpfigen Wurzel, beziehungsweise des ästigen, Ausläufer trei-benden Wurzelstockes, fast walzenrund oder stumpfkantig, an derOberfläche zart geringelt und querwarzig, bräunlichgelb, im Innernhartfleischig, weiss. Zerrieben einen scharfen stechenden Geruchentwickelnd; Geschmack brennend - scharf. Wassergehalt 79'8,Aschengehalt 1"7%-
11. Französischer Rapunzel, von Onagra biennis Scop.(wild und eultivirt; Onagraceae). Einfache oder ästige einköpfige(einjährige) Hauptwurzel, spindel- oder rübenförmig, an der Ober-fläche meist blutroth, im Innern weiss, oft mit rothen Zonen oderRingen, die eultivirte fleischig, von süsslichem Geschmacke. AlsGemüse und Salat (Schinkensalat) benützt.
12. Seh warzwurzel, von Scorzonera Hispanica L. (wildund eultivirt; Compositae). Einköpfige einfache, fast cylindrischeoder etwas spindelförmige Pfahlwurzel, am Kopfe dicht und feingeringelt, an der Oberfläche dunkelrothbraun, im Innern fleischig,weiss, reich an einem weissen rahmartigen Milchsaft. Geschmacksüsslich, etwas herbe und bitter.
Hieher auch die Haferwurzel, von Tragopogon porri-folium L. (wild und eultivirt; Compositae), spindelförmig,aussen schwarzbraun, im Innern gelblich, milchsaftreich. Wasser-gehalt 86%.
13. Japanische Kartoffeln. Die Knollen der eultivirtenStachys Sieboldii Miq. (Ostasien; Labiatae). Etwa 10—12 Mm.dick, 2—5 Cm. lang, im ganzen cylindrisch, gerade oder etwasgekrümmt, durch tiefe, ringsum gehende Einschnürungen in eineAnzahl niedergedrückt-kugeliger oder dick-scheibenförmiger Gliederregelmässig abgetheilt, wie gedrechselt oder rosenkranzförmig,an beiden Enden meist kegelförmig verjüngt. An jedem Gliede,in der Furche sitzend, in decussirter Anordnung, zwei gegenstän-dige, breit gleichseitig-dreieckige, dünnhäutige, weissliche, ange-schmiegte Niederblätter.
Die fleischigen, saftigen, stärkemehlfreien Knollen wie Kar-toffeln genossen.Enthalten alsHauptbestandtheil ein alsStachyosebezeichnetes Kohlehydrat (63 - 5% der Trockensubstanz).