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Atom, Molecul und Aequivalent.
Durch die Substitution wurde man darauf geführt, die Be-griffe von Molecul, Atom und Aequivalent präciser festzustellen,Begriffe, die vor Dumas Entdeckung der Substitution oft ver-wechselt wurden; namentlich war der Begriff von Aequivalentein sehr vager, so dass Einer das, der Andere jenes darunterverstand. Dumas stellte fest, dass die Atome nicht immer aequi-valent, sondern häufig verschiedenwerthig sein können, eine An-nahme, welche unsere heutigen Ansichten über die rationelleConstitution total umänderte und zu der neuen Alomicüätslheorieführte.
Wie wir früher sahen, hielt es schwer, Gay-LussacsGesetz über die Verbindungen nach Volumenverhältnissen inUebereinstimmung mit der atomistischen Theorie zu bringen.
Der Italienische Physiker Avogadro ermöglichte dies 1811schon durch die Annahme, dass er 2 verschiedene Molecule mo-lecules integrands — von spätem Chemikern nur Molecule undmolecules elementaires, Atome genannt — annahm; nach ihmsind in gleichen Volumen aller Gase eine gleiche Anzahl Mole-cule anzunehmen, deren Entfernungen so gross sind, dass siekeine Anziehung gegen einander ausüben, sie sollen sich aberunter dem Einflüsse chemischer Kräfte weiter zu zerlegen fähigsein, mit andern Worten: die Molecule sind noch in Atometheilbar. A. sagt: soll das, aus gleichen Volumen von Stickstoffund Sauerstoff ohne Contraction entstehende Stickoxydgas ebensoviele Molecule enthalten wie jene, so darf die Verbindung nichtin einer Aneinanderlegung vorher getrennter Molecule bestehen,welche nothwendig eine Verminderung der Anzahl von Partikelnzur Folge haben würde, sondern sie muss durch einen Austauschzu Stande kommen. Sowol das Stickstoff- wie das Sauerstoffgas-Molecul müssen sich in zwei Atome spalten, welche sich danngegenseitig vereinigen.
Während also vor der Verbindung das Gasgemisch aus un-gleichartigen Moleculen bestand, von denen die eine Hälfte aus2 Atomen Stickstoff, die andere aus 2 Atomen Sauerstoff zusam-mengesetzt ist, wird das Verbrennungsproduct ein homogenes,
1 Atom Chlor zu restituiren sucht, es entsteht C^p, O3, so geht es fort
bis das electronegative Chlor keinen electropositiven Wasserstoff mehrfindet, das Endresultat der Einwirkung von Chlor auf Essigsäure ist diewasserstofffreie aber chlorhaltige Trichloressigsäure C4CI3O3.
Sehr häufig machen Chemiker, welche die electrochemische Theorieverläugnen, Bemerkungen, die darthun, dass sie ohne dieselbe doch nichtbestehen können — der an "Wasserstoff oder Alkalimetall gebundene Schwe-fel kann durch Nitroprussidnatrium, nicht aber der an Chlor oder Sauer-stoffgebundene durch dieses Reagens nachgewiesen werden. Man nenntden Schwefel in ersterer Verbindung daher electroncgativen, den in letzte-rer aber electropositiven. Kann nicht auch ein electronegatives und einelectropositives Chlor existiren?