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thätigeu Anton Leeuwenhoek, sowie den für Anatomie thätigenSwammerdamm und Frau Marie Sybille Merlan hier nennenwollen.
Auch die Mineralogie machte wenig Fortschritte. Als Be-gründer der Metallurgie muss jedoch Georg Agricola (Bauer) an-gesehen werden und sind als hervorragende Mineralogen nur zunennen:
Lazerus Erker und Joh. Mathesius.
6. Periode.Zeitraum der Phlogistontheorie.
Bis zur Begründung der ersten chemischen Theorie, derSiahrsehen Phlogistontheorie, konnte die Chemie noch nicht An-spruch auf das Prädicat Wissenschaft machen, und sah es auchda noch sehr traurig mit der Wissenschaftlichkeit derselben aus.Thatsache ist, dass, als die Chemie mehr wissenschaftlich betriebenwurde, die Aerzte mehr und mehr diese und die Pharmacie vernach-lässigten und sich von deren Ausübung entfernten, theils weilihnen das Feld zu gross wurde, theils weil auch Anatomie, Pa-thologie und Physiologie sie mehr in Anspruch nahmen.
Wir begegnen daher von dieser Zeit an auch einer grössernAnzahl Pharmaceuten, die sich n# Eifer nicht allein dem Stu-dium der Chemie, sondern auch der Botanik zu widmen anfangen.Bis zur letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts standen die meistenchemischen Errungenschaften noch vereinzelt da, an eine allge-meine Theorie, oder eine systematische Eintheilung chemischerElemente oder Verbindungen dachte Niemand, selbst die Ver-suche hiezu, welche Robert Boyle, Becher und Lemery machten,fanden wenig Beifall, bis Stahl, angeregt durch Bechers Schriften,die Bahn brach und mit seiner Phlogistontheorie an das Lichttrat.
Stahl, reich an Ideen, aber die Gase, auf welche schon •Robert Boyle und van Helmont aufmerksam gemacht hatten, nichtberücksichtigend, gründete die Theorie vom Phlogiston und setztesich diese Idee bei ihm so fest, dass er — der den Gebrauchder Waage noch nicht zu würdigen verstand — die Gebrechlich-keit seiner Theorie nicht zu erkennen im Stande war.
Aber auch Stahls Zeitgenossen verfielen in den gleichen Feh-ler und konnten deshalb die Phlogistontheorie nicht bekämpfenoder nur finden, dass dieselbe auf thönernen Füssen ruhe undso lag diese ein volles Jahrhundert wie ein Alp auf den Chemi-kern des 18. Jahrhunderts; eine nicht geringe Schuld hiebei trägtjedenfalls auch die Alchemie, von der sich der grösste Theil derChemiker nicht loszureissen vermochte, deren grösster Fehler