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Z?/ Baithar, gest. 1248. Dieser führt 1400 Pflanzen in seinemReisewerke auf.
Oseibia, geb. 1203, gest. 1269.
Zu dieser Zeit war schon eine vollkommene Scheidung derMedicin von der Pharmacie eingetreten, doch waren noch vieleAerzte Apotheker.
4. Periode.
Gründung der ersten Apotheke in Italien bis zum Zeitalter derJatrochemie vom 12. bis zum 15. Jahrhundert.
Zur Zeit Constantins von Karthago entstanden die erstenApotheken in Italien, welche Stationes und die Apotheker selbstConfectionarii genannt wurden. Die erste Europäische Apothekewurde zu Salerno errichtet, der Stadt Siciliens, in welcher 1150die eine lange Zeit hindurch berühmte medicinische Schule ge-gründet wurde, eine Schule, die zu grossem Rufe gelangte undsehr wichtig für die Ausbildung der practischen Heilkunde werdensollte. Gründer dieser Schule waren die Araber, deren Fürstensich selbst nach geschlossenem Frieden der Ayzneikunde mitgrossem Eifer widmeten.
Auch eine zweite Schule, die Schule von Neapel, für welcheKönig Roger I. und später Kaiser Friedrich II. viel thaten, blühetein dieser Zeit und erfreute sich eines grossen Rufs. Friedrich II.stellte Aerzte und Apotheker unter strenge Controlle, weshalbman sicher sagen kann, dass die erste Apothekerordnung aus derZeit des Kaisers Friedrich IL stammt.
Die Alchemie verbreitete sich im 11. und 12. Jahrhundertimmer mehr, jedoch bezeichnen Gewinnsucht, Schwärmerei undvielseitiger Betrug dieselbe in diesen, sowie in den folgendenJahrhunderten, ja diese gehen auch zum Theil auf Medicin undPharmacie über, daher waren die strengen Gesetze Kaiser Frie-drichs nicht allein zeitgemäss, sondern eine Nothwendigkeit.
Durch die Kreuzzüge kamen viele neue Arzneimittel desOrients im Gebrauch und wurden wichtige Handelsartikel.
Die Gelehrten Spaniens und Italiens zeichnen sich besondersals Uebersetzer Griechischer und Römischer*) sowie Arabischermed. Werke aus, man findet in denselben nicht allein eine ge-naue Aufzählung der Krankheitssymptome, sondern auch einegründliche Beschreibung der Medicamente und gibt viel auf Com-positionen.
*) Bis zu dieser Zeit hatten die Aerzte Bich nur Rath bei den Grie-chischen und Römischen Schriftstellern suchen müssen, es war also eineKenntniss dieser Sprache eine Nothwendigkeit für dieselben, in unsererZeit sind die Verhältnisse anders.