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kranken Standesgenossen getrocknet, manchen Jüngern Fachge-nossen bei seinem Studium unterstützt, auch fanden viele Anre-gung durch Ausführung der vom Vereine gegebenen Preisfragen;doch bleibt noch viel zu thun übrig und kann gethan werden,wenn jeder Einzelne sich mehr als zum Ganzen gehörend be-trachtete, mehr dahin strebte, die allgemeinen Interessen zu för-dern, fördert er diese, so fördert er gewiss sein Privatinteressemehr als durch egoistisches Streben für sich und sein Geschäft!Eines, das der Verein stets angestrebt hat, ist die : Selbststän-digkeit der Pharmacie, die nicht mehr unter ärztlicher Autoritätstehen sollte, seitdem Medicin und Pharmacie eine so grossewissenschaftliche Ausdehnung erlangt haben, dass ein Individuumsie nicht übersehen konnte, ebenso wie der Pharmaceut nicht com-petent in rein medic. Fragen ist, eben so wenig ist es im umge-kehrten Falle der Mediciner in pharm. Fragen; zur Revision einerApotheke in Fragen pharmaceutischen Inhalts hat daher auchnur ein praetiseher, die Pharmacie selbst ausübender, mit dengehörigen wissenschaftlichen wie kaufmännischen (der Apothekermuss seiner Stellung nach auch Kaufmann sein) Kenntnissen undErfahrungen ausgerüsteter Mann die nöthige Fähigkeit. Hoffenwir, dass bei der Neugestaltung des Deutschen Reichs auch dieseFrage zum Besten der Pharmacie ihre Erledigung findet. Nacheinem der neuesten Gesetze Deutschlands soll die Behandlung vonKrankheiten in so weit freigegeben werden, dass nur der, sagenwir es nur gerade heraus, medicinische Pfuscher zur Verantwor-tung gezogen werden soll, der durch seine Behandlung von Krank-heiten Schaden anrichtet; man braucht kein Prophet zu sein, umzu erkennen, dass solches Treiben grosse Uebelstände nach sichziehen wird und muss, dass man dadurch dem Geheimmittel-schwindel Thür und Thor geöffnet, so dass sich dieses Gesetz alsunpractisch erweisen wird und in Staaten mit gutgeordnetemMedicinalwesen wieder zurückgezogen werden muss. Wem hataber solches Gesetz seine Entstehung zu verdanken? solchen Män-nern, die alles nach dem Gesetze der Humanität ordnen möchten,denen es aber an Erfahrung fehlt, die nicht erwägen, dass eingutgemeintes Gesetz von schlechten Subjecten und einer grossennoch ungebildeten Klasse von Menschen gar leicht zu üblenZwecken ausgebeutet werden kann. Der weniger gebildete Menschhat einmal kein richtiges Urtheil über Krankheit und Heilkunst,ja er hat oft grösseres Vertrauen zu einem Pfuscher als zumwissenschaftlich gebildeten Arzte, denn ersterer steht ihm näherals letzterer, der Staat müsste daher beim Geben eines Gesetzessolche auch im Auge haben, also gleichsam als Vormund der Un-mündigen auftreten und für sie Bestimmungen treffen, die demwahren Volkswohle nothwendig sind. In Staaten, wo solches Ge-setz der Medicinalpfuscherei noch nicht existirt, kommen sehrhäufig schon die Leute zur Apotheke, um dort ärztliche Hülfe zusuchen; ist die Heilkuust frei gegeben, so wird sich alles an denApotheker wenden und muss dann, wenn dieser gewissenlos genug