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3) den Nebengeschäftsbetrieb der Apotheker erleichtern undso ersetzen, was die Zeitverhältnisse der Pharmacie entzogenhatten;
4) arme Pharmaoeuten sollten Unterstützung finden.
Der Verein hatte sich somit ein weites Ziel seiner Thätigkeitgestellt, wie viel zu erringen ihm möglich geworden, ist erst jetztnach mehr denn oOjährigem Bestehen ersichtlich, indem wir imGanzen überblicken, was ihm zu vollbringen gelungen, ich erinnerenur an die Concessionsangelegenheit von 1842. Die PreussischeRegierung wollte nämlich der Steigerung des Preises der Apothe-ken dadurch einen Damm setzen, dass für alle, von da an neuanzulegenden Apotheken nur eine persönliche Concession gegebenwerden sollte, ausführlicher hier in die, hauptsächlich durch dieBemühung des Nordd. Apothekerverems bekämpfte Maassregel ein-zugehen, nachdem die Regierung einige Jahre darauf den Befehlzurückgenommen hatte, würde den Zweck dieses Werkchens über-schreiten heissen. Wer sich für diese Sache interessirt, sehe dasArchiv der Pharm, vom Jahre 1842—1844 nach. Neuester Zeitsuchten Leute wie Brefeldt und Consorten die Gewerbefreiheit fürdie Pharmacie anzuempfehlen, durch welche der edlen DeutschenPharmacie der Todesstoss gegeben und sie auf den Standpunktder Französischen und Englischen Pharmacie geschleudert wordenwäre; da waren es der Nord- und Süddeutsche Apothekerverein,welche durch zweckmässige Vorstellungen das schwere Gewitter,das sich über die Deutsche Pharmacie zusammenzog, ahzuleitenalle Kräfte in Bewegung setzten. Den Männern, die an der Spitzedieser V erein e standen, suwie denen, auf welche die Wahl fiel, diesehochwichtige Angelegenheit dem Deutschen Reichstage zu unter-breiten, siud nicht allein die Apotheker Deutschlands, sondern alleApotheker, denen das Wohl des Standes am Herzen liegt, zu Dankverpflichtet. Obgleich die Sache klar dargestellt wurde, lässt dieSucht nach der, von Nichtapothekern gepriesenen Gewerbefreiheitzu schreien, noch immer nicht nach und stehen die Apotheken-Privilegien auch heute noch in der Schwebe. Leider finden wir,wie in jedem Stande auch unter den Apothekern viele laue nichtallein, sondern auch viele, die nur durch Egoismus geleitet ansich denken, das Wohl ihrer Standesgenossen unberücksichtigtlassend, ja das Streben der Bessergesinnten noch bekritteln oderbelächeln, wogegen die Indifferenten sagen, wir haben ja einDirectorium gewählt, das wird schon die Sache in die Handnehmen.
Was die Hebung der theoretischen und practischen Phar-macie anbetrifft, so geben die Reichhaltigkeit des Organs desVereins Zeugniss von dem, was geleistet wurde.
Ebenso ist es mit der Anregung, die der Verein gab, um demStande sichere und doch nicht heralftoürdigende Nebenbeschäfti-gungen zu ermöglichen.
Durch Wohlthätigkeit hat der Verein manche Sorge der Ar-muth verscheucht, manche Thränen von Wittwen, Waisen und