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zur Hastarbeit wurde, deren Duft ebenso schnell verflog als ereingesogen war, mit einem Worte: es war bei einem grossen Theilekein ernstes, kein gründliches Studium mehr, war das Examenabgelegt, so war auch das Interesse für das Studium erloschen;3) fehlte den Gehülfen aus oben angeführten Gründen dieGelegenheit zur Ausführung der practisch-chemischen Arbeiten,Arbeiten, die zu wissenschaftlichen Studien anregen konnten; sokamen die jungen Leute häufig schlecht vorbereitet zur Univer-sität, wurden in den Strudel des Studentenlebens gezogen undvom eigentlichen Zwecke des Universitätslebens dadurch abgezogen,sie Hessen sich dann einpauken, um nur mit genauer Noth durchdas Examen zu schlüpfen; solche schwach wissenschaftlich aus-gebildete Männer sind, wenn sie als Principäle fungiren, auch un-fähig, anregend auf Gehülfen und Lehrlinge zu wirken. Als dieApothekergehülfeu noch nicht obligatorisch verpflichtet waren dieUniversität zu besuchen, nutzten sie die Conditionszeit daher vielbesser zu eigener wissenschaftlicher Ausbildung aus und ver-daueten das nach und nach gelernte besser, als das im Flugeerhaschte, sie bekamen mehr Interesse für die "Wissenschaft undeultivirten dieselbe auch nach abgelegtem Examen, wogegen dernur für das Examen gearbeitet habende alle Bücher bei Seitewarf, wenn der Luftdruck des Examens nachgelassen hatte seineSpannkraft auszuüben, die Lehrlinge sahen die Gehülfen stattwissenschaftlicher "Werke Romane lesen und — schlechte Bei-spiele verderben gute Sitten — schlechte Beispiele vererben sichv on Geschlecht zu Geschlecht und müssen unsere Fachmänner inMisskredit bringen, wenn solchem Treiben kein Bollwerk entgegen-gesetzt wird. Nach meiner Meinung dürfte viel gewonnen werden,Wenn man von dem die Universität besuchenden ein Abiturienten-examen über die Grundzüge der Naturwissenschaft und überGeometrie verlangen würde, wodurch die Gehülfenzeit nicht alleineine Fortbildungszeit für die Praxis, sondern auch für die TheorieWerden müsste; solche gründlich vorgebildete junge Leute be-suchen die Universität auch mit viel grösserem Vortheile, dadir "Wissen ein mehr gründliches wird und nicht nach ab-gelegtem Examen wie Schaum verrinnt, aber auch der LehrlingWürde ein besseres Beispiel vor Augen haben. Betrachten wir'mr einmal die Pharmaceuten, die sich einen Namen in einem°der dem andern Zweige der Naturwissenschaft oder Pharmacieerworben haben, meistentheils sind sie schon fieissige Lehrlingell ud Gehülfen gewesen. Mau wird mir erwiedern, wo soll die Zeitherkommen? wo Lust und Liebe zur Ausbildung vorhanden, findet8 ich auch Zeit und sollten es nur ein bis zwei dem Schlafe ab-gebrochene Morgenstunden sein! wie diese wenigen Stunden inrten Jahren fördern, habe ich häufig Gelegenheit gehabt zu sehen.Ein grosser Fehler unserer Zeit, wo alles der Schnelligkeitder Locomotive nacheifert, ist: dass die jungen Leute nicht schnellgenug ihre Conditionszeit beenden können, wodurch sie nicht allein